weichen
weichen (Verb) bedeutet: sich entfernen, weggehen/Platz machen. Häufige Synonyme sind lösen, verschwinden, zurückziehen.
Bedeutung als Verb
- sich entfernen, weggehen/Platz machen
- gehoben: nach und nach die Wirkung verlieren, mit der Zeit nachlassen
- sich von jemandem wegbewegen, sich von ihm zurückziehen
Beispielsätze
- Wir weichen der Gefahr.
- Für den Neubau eines Altersheims mussten viele schöne Bäume weichen.
- Alle Unruhe wich von ihm.
- Erst nach wenigen Tagen war die Befangenheit zwischen Ulla und Hinnerk gewichen.
- Ob seines schauderhaften Aussehens wich alle Welt vor ihm.
- Die gegnerischen Soldaten wichen uns nach ihrer Niederlage.
Bedeutung als Verb
- (trans., haben) etwas biegsamer, nachgiebiger machen
- (intrans., sein) weich werden
Beispielsätze
- Trockenfrüchte können in Wasser geweicht werden.
- Ich finde kein Mittel, Lilos Herz zu weichen.
- Der Regen hat den Boden geweicht.
- Die Bohnen sind im Wasser geweicht.
- Die über Nacht geweichten Brötchen in den Teig einarbeiten und die Masse kühl stellen.
Synonyme für weichen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | weiche |
|---|---|
| Präsens_du | weichst |
| Präsens_er, sie, es | weicht |
| Präteritum_ich | wich |
| Partizip II | gewichen |
| Konjunktiv II_ich | wiche |
| Imperativ Singular | weiche |
| Imperativ Plural | weicht |
| Hilfsverb | sein |
Wortfeld
Unterbegriffe
Herkunft
Das starke Verb weichen stammt vom althochdeutschen wīhhan und dem mittelhochdeutschen wīchen ‚ausweichen, aus dem Weg gehen, Platz machen‘ ab. Es besteht eine Verbindung zum altsächsischen wīkan, dem mittelniederdeutschen und mittelniederländischen wīken, dem altenglischen ', dem altnordischen ', ' und ' ‚weichen, wenden, gehen‘ und zum schwedischen ' ‚nachgeben, weichen‘. Außergermanische Verwandte sind das altindische – Wurzel –‚wogt, flieht, hebt sich von einer Woge in die Höhe‘, das altgriechische ' ‚zurückgehen, nachstehen‘ und das litauische ' und ' ‚munter, wendig‘. Sie alle gehen auf das indoeuropäische *ṷeig- beziehungsweise bezüglich des Griechischen auf *ṷeik- ‚biegen, winden‘ zurück, wobei es sich um Gutturalerweiterungen zur indoeuropäischen Wurzel *ṷei- ‚drehen, biegen‘ handelt.
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