lassen
Kurz erklärt
lassen (Verb) bedeutet: nichts verändern und somit alles so lassen, wie es ist; etwas beim Status quo belassen. Häufige Synonyme sind geben, bringen, aufhören.
Bedeutung als Verb
- nichts verändern und somit alles so lassen, wie es ist; etwas beim Status quo belassen
- etwas Bestimmtes nicht tun und somit Veränderungen bleibenlassen; eine Aktion unterlassen
- etwas erlauben und somit eine Veränderung passieren lassen; eine Aktion geschehen lassen, zulassen
- etwas tun und somit eine Veränderung aktiv betreiben, eine Aktion durchführen
- etwas fordern und jemanden bitten/zwingen etwas zu tun; eine Aktion anordnen
- jemandem etwas geben; etwas überlassen, behalten lassen
- jemanden oder etwas nicht mitnehmen, zurücklassen
- (refl.) eine Möglichkeit in sich bergen, zu etwas geeignet sein
Beispielsätze
- Lass es so, wie es ist!
- „Battisti ließ man noch stundenlang als Schaustück am Galgen hängen und verscharrte ihn anschließend auf dem Hof des Castello del Buonconsiglio.“
- Lass das Laufen! Das ist schlecht für deine Gelenke.
- Lass das, ich hass das, wenn du mit den Zähnen knischst!
- Ich lasse das jetzt, den Reisepass ständig mit mir herumzuschleppen. Der kommt in den Safe.
- Man kann teures Mineralwasser trinken, man kann es aber auch lassen.
Synonyme für lassen
Gegenteil
hindern, verhindernselber machen
Konjugation
| Präsens_ich | lasse |
|---|---|
| Präsens_du | lässt |
| Präsens_er, sie, es | lässt |
| Präteritum_ich | ließ |
| Partizip II | gelassen |
| Partizip II* | lassen |
| Konjunktiv II_ich | ließe |
| Imperativ Singular | lass |
| Imperativ Singular* | lasse |
| Imperativ Plural | lasst |
| Imperativ Plural* | lasset |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Unterbegriffe
alleinlassen, belassen, bestehenlassen, hierlassen, laufen lassen/laufenlassen, liegen lassen/liegenlassen, ruhen lassen/ruhenlassen, stehen lassen/stehenlassenablassen, auslassen, beiseitelassen, bleiben lassen/bleibenlassen, nachlassen, offen lassen, sausen lassen/sausenlassen, schießen lassen/schießenlassen, sein lassen/seinlassen, stecken lassen/steckenlassen, unterlassen, weglassen, zufrieden lassen/zufriedenlassenbieten lassen/bietenlassen, blicken lassen/blickenlassen, durchgehen lassen, durchblicken lassen, einfließen lassen, fahren lassen/fahrenlassen, fallen lassen/fallenlassen, fort lassen/fortlassen, frei lassen/freilassen, gehen lassen/gehenlassen, geschehen lassen, her lassen/herlassen, hin lassen/hinlassen, hochgehen lassen, hochlassen, kalt lassen/kaltlassen, krachen lassen/krachenlassen, locker lassen/locker lassen, los lassen/loslassen, nach lassen/nachlassen, nieder lassen/niederlassen, offen lassen/offenlassen, platzen lassen/platzenlassen, rücklassen, schleifen lassen/schleifenlassen, schmoren lassen/schmorenlassen, schwimmen lassen/schwimmenlassen, sehen lassen/sehenlassen, setzen lassen/setzenlassen, sitzen lassen/sitzenlassen, spielen lassen/spielenlassen, sprechen lassen/sprechenlassen, steigen lassen/steigenlassen, sterben lassen/sterbenlassen, treiben lassen/treibenlassen, übrig lassen/übriglassen, verfallen lassen, vermissen lassen/vermissenlassen, verschwinden lassen, weiterlassen, wissen lassen/wissenlassen, zugehen lassen, zulassen, zurück lassen/zurücklassen, zusammen lassen/zusammenlassenanlassen, auflassen, durchlassen, einlassen, erlassen, herablassen, heranlassen, herauflassen, herauslassen, herbeilassen, hereinlassen, herüberlassen, herunterlassen, hinablassen, hinauflassen, hinauslassen, hindurchlassen, hineinlassen, hinlassen, hinüberlassen, hinunterlassen, hinweglassen, hinzulassen, mitlassen, ranlassen, rauslassen, rüberlassen, runterlassen, scheiden lassen, trauen lassen, umlassen, veranlassen, vorbeilassen, vorlassen, vorüberlassen, zerlassen, zueinanderlassenhinterlassenkommen lassen/kommenlassen, veranlassen
Redewendungen und typische Verbindungen
- Blumen sprechen lassen
- darauf kannst du einen lassen
- den lieben Gott einen guten Mann sein lassen
- die Finger von etwas lassen
- die Luft aus dem Glas lassen
- etwas, zum Beispiel das Rauchen, sein lassen
- jemandem gehen, fahren lassen
- jemanden grüßen lassen
Herkunft
Erbwort von mittelhochdeutsch: , zu althochdeutsch: ' in der ursprünglichen Bedeutung „matt oder schlaff werden“
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.