Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

gewinnen

Verb[ɡəˈvɪnən]ge · win · nenTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

gewinnen (Verb) bedeutet: (trans.) einen Wettkampf, einen Wettstreit, ein Streitgespräch oder Ähnliches zu seinem Vorteil und Nutzen entscheiden. Häufige Synonyme sind schaffen, erreichen, holen.

Bedeutung

  1. (trans.) einen Wettkampf, einen Wettstreit, ein Streitgespräch oder Ähnliches zu seinem Vorteil und Nutzen entscheiden
  2. (intrans.) in einem Kampf, Wettstreit oder Ähnlichem als Sieger beziehungsweise Siegerin hervorgehen
  3. (trans.) Geld oder einen Sachwert bei einem Handel, einem Spiel oder Ähnlichem als Preis erhalten
  4. (intrans.) diesen unter [3] beschriebenen, finanziellen oder materiellen Gewinn einbringen, erbringen
  5. (intrans.) durch eigenen Aufwand, Einsatz, eigene Bemühung (und günstige Umstände) etwas Erstrebenswertes beziehungsweise Wünschenswertes erlangen
  6. (trans., gehoben) zu einem bestimmten Ort (mühsam) gelangen
  7. (trans.) jemanden veranlassen, an etwas teilzunehmen, mitzuwirken oder sich für etwas zu verwenden, sich um etwas zu bemühen; jemanden wohlgesinnt, wohlwollend beeindrucken
  8. (intrans.) sich zu seinen Gunsten verändern

Beispielsätze

  • „Mit Aufregung gewinnt man die Prozesse nicht, laß auch meine praktischen Erfahrungen ein wenig gelten, so wie ich deine, selbst wenn sie mich überraschen, immer und auch jetzt sehr achte.“
  • „Das eine zu gewinnen, ohne das andere zu verlieren, scheint die Maxime der Polinnen zu sein.“
  • Er gewann gegen den Titelverteidiger.
  • Möge der Bessere gewinnen!
  • „Wer in la Lotería gewinnt, hat das große Los gezogen: eine unbeschränkte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung für die USA.“
  • Jedes siebte Los gewinnt.

Synonyme für gewinnen

schaffenerreichenholenfördernsiegenprofitierenerlangenerzielenabbauenerringeneinfahrenunterkriegenumgangssprachlich: abkassieren, einheimsen, einsacken, einstecken, einstreichen

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

[1–5, 7, 9] verlieren

Konjugation

Präsens_ichgewinne
Präsens_dugewinnst
Präsens_er, sie, esgewinnt
Präteritum_ichgewann
Partizip IIgewonnen
Konjunktiv II_ichgewönne
Konjunktiv II_ich*gewänne
Imperativ Singulargewinn
Imperativ Pluralgewinnt
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Oberbegriffe

konkurrierenempfangenüberredenstärken, vergrößern

Unterbegriffe

erkämpfen, erringen, erobern, schlagenabhängen, auftrumpfen, ausstechen, bezwingen, durchsetzen, siegen, triumphieren, übertreffen, überwindeneinbringen, (bildlich) herausholen, (bildlich) herausschlagen, verschaffenerobern, werbenabbauen, ausbeuten, destillieren, fördernernten

Redewendungen und typische Verbindungen

  • veraltet: es über sich gewinnen, etwas zu tun: sich überwinden, etwas zu tun
  • bildlich: (mit etwas oder jemandem) keinen Krieg gewinnen können: (mit etwas oder jemandem) keinen Erfolg haben
  • veraltet; von Verehrern über deren angebetete Dame: den Hof gewinnen: in besonders galanter Weise, die Gunst einer edlen Frau erringen
  • salopp: Damit kann man keinen Blumentopf gewinnen!: Damit erreicht man rein gar nichts!
  • salopp: Du hast wohl den Führerschein im Lotto gewonnen!: Ausruf, der den Ärger über die (vermeintlich) dilettantische Fahrweise eines Anderen ausdrückt
  • einen Boxkampf gewinnen, den Krieg gewinnen, eine Schlacht gewinnen, einen Prozess gewinnen, ein Rennen (eindeutig, klar, überlegen) gewinnen, eine Wette gewinnen, gegen jemanden gewinnen
  • (bei, in einem Spiel) klar gewinnen, haushoch gewinnen (), nur knapp gewinnen, nach Punkten gewinnen
  • einen Pokal gewinnen, einen Preis gewinnen (); (einen bestimmten Geldbetrag) in der Lotterie gewinnen, (bestimmte Sachpreise) bei einer Tombola gewinnen; noch nie gewonnen haben
  • einen Ruf gewinnen, einen Vorsprung gewinnen, Zeit gewinnen; jemandes Herz gewinnen, jemandes Liebe gewinnen, jemandes Vertrauen gewinnen; die Herrschaft über jemanden gewinnen; Abstand von etwas gewinnen, an Klarheit gewinnen, Klarheit über etwas gewinnen, Einblick in die Verhältnisse gewinnen; durch etwas eine besondere Bedeutung gewinnen; gehoben: den Eindruck gewinnen, dass …; gehoben: es gewinnt den Anschein, als ob …

Herkunft

etymologisch: bezeugt im Mittelhochdeutschen gewinnen, welches auf das Althochdeutsche giwinnan „zu etwas gelangen; erlangen“ zurückgeht; dieses wiederum entstammt dem althochdeutschen Verb winnan – ursprünglich „umherziehen; nach etwas suchen“, später „kämpfen; sich anstrengen; erlangen“; ebenso belegt im Germanischen gawennan „erlangen“, im Gotischen gawinnan „erleiden, leiden“, im Altsächsischen giwinnan „erlangen“ sowie im Angelsächsischen gewinnan strukturell: ; bei „winnen“ handelt es sich um ein veraltetes, verschwundenes Verb

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Reime auf gewinnen

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.