ficken
ficken (Verb) bedeutet: vulgär, transitiv, intransitiv: den Geschlechtsakt vollziehen, koitieren. Häufige Synonyme sind erkennen, schlafen, belegen.
Bedeutung
- vulgär, transitiv, intransitiv: den Geschlechtsakt vollziehen, koitieren
- Soldatensprache, Jugendsprache, transitiv: jemanden hart rannehmen
- vulgär, transitiv: jemanden hereinlegen, jemanden fertigmachen
- hin- und herbewegen, reiben
Beispielsätze
- Ich möchte dich gern ficken!
- Ich möchte mit dir ficken!
- „Eine Hure ist dazu da, dass sie gefickt wird.“
- „Es ist eine zum Gemeinplatz gewordene, aber trotzdem wahre Beobachtung - je mehr man fickt, desto mehr will man ficken, und desto besser fickt man!“
- „Das Buch handelte von einem Mann, der sich vorgenommen hatte, jeden Tag eine andere Frau zu ficken, und jedesmal anders.“
- „Wir sehen das Pariser Schlafzimmer des französischen Gesandten, durch das 24 kleine Schildkröten mit kleinen Kerzen schleichen, während seine Frau mit dem Gärtner fickt.“
Synonyme für ficken
Konjugation
| Präsens_ich | ficke |
|---|---|
| Präsens_du | fickst |
| Präsens_er, sie, es | fickt |
| Präteritum_ich | fickte |
| Partizip II | gefickt |
| Konjunktiv II_ich | fickte |
| Imperativ Singular | ficke |
| Imperativ Singular* | fick |
| Imperativ Plural | fickt |
| Hilfsverb | haben |
Redewendungen und typische Verbindungen
- fick dich (selbst)! – Beleidigung
- fick dich ins Knie! – Beleidigung
- gefickt sein – sich in einer misslichen Lage befinden
Herkunft
Bei ficken kann es sich wie beim norwegischen ' (sich heftig bewegen, pusseln) um eine lautmalerische Bildung handeln, die an die alten Bedeutungen‚ hin und her bewegen‘, ‚reiben‘ und ‚jucken‘ angelehnt ist. Vorformen des Verbs waren das mittelhochdeutsche ficken (reiben) und im 16. Jahrhundert das niederrheinische vycken (mit Ruten schlagen). Andere Verben mit der Bedeutung ‚reiben‘ oder ‚hin und her fahren‘ wären zum Beispiel facken oder fucken. Es ist indes nicht sicher, ob sie Vorformen von ficken sind, von diesem abgeleitet sind oder ob sie überhaupt eine direkte Verbindung zu dem Verb haben. Eine Verbindung zum neuenglischen ' könnte darauf hindeuten, dass ficken das ältere Wort ist, und würde zugleich nahelegen, dass das -i- in ficken eine im Neuhochdeutschen entstandene Entrundung von -ü- ist. Das -ck- ist eine intensivierende Verdopplung des Lautes und ermöglicht es, das Verb in Verbindung mit vögeln zu bringen. Dazu muss eine germanische Lautform *fug- vorausgesetzt werden, von welcher auch das niederländische , das norwegische ' und das schwedische ' abstammen. Eine frühere Ursprungsform des Verbs kann das indogermanische *peuk- oder *peug- (stechen, stoßen) sein. Eine semantische Verschiebung ergab für diese Wurzel die Bedeutung „necken“, etwa in den Worten foppen, fuchsen und Faxen. (vergleiche in diesem Zusammenhang auch niederländisch: neuken „ficken“, das die umgekehrte Bedeutungsverschiebung erfuhr.). Das kölsche Dialektwort poppen würde ebenfalls in diese Gruppe gehören.
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Reime auf ficken
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