schenken
schenken (Verb) bedeutet: jemandem etwas ohne Entgelt geben, das er behalten kann. Häufige Synonyme sind geben, gehören, gelten.
Bedeutung
- jemandem etwas ohne Entgelt geben, das er behalten kann
- jemandem etwas zuteilwerden lassen, jemandem etwas geben
- jemandem etwas ersparen
- (gehoben, veraltend) ein Getränk ausschenken, anbieten
- (gehoben) ein Getränk in ein Gefäß eingießen, einschenken
- mit sich im Dativ: sich etwas sparen, auf etwas verzichten
Beispielsätze
- Sie schenkte ihm zum Geburtstag ein Buch.
- „Die Portiers schenken mir Briefmarken, die ich sammle, weil ich sie vielleicht später verkaufen kann.“
- Das Buch hat ihm neuen Lebensmut geschenkt.
- Nach tagelangem Warten schenkten sie ihm Aufmerksamkeit.
- Nachdem das Kitz wieder gesund geworden war, schenkten wir ihm die Freiheit.
- Gisa wird auf der Arbeit nichts geschenkt.
Synonyme für schenken
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | schenke |
|---|---|
| Präsens_du | schenkst |
| Präsens_er, sie, es | schenkt |
| Präteritum_ich | schenkte |
| Partizip II | geschenkt |
| Konjunktiv II_ich | schenkte |
| Imperativ Singular | schenk |
| Imperativ Singular* | schenke |
| Imperativ Plural | schenkt |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- das ist geschenkt — darüber brauchen wir nicht mehr reden
- einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul
- geschenkt (darüber brauchen wir nicht zu reden)
- geschenkt ist geschenkt, geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen
- geschenkt sein (billig sein)
- Aufmerksamkeit schenken, Beachtung schenken, die Freiheit schenken, Gehör schenken, Glauben schenken, Vertrauen schenken
- sich die Arbeit schenken, sich einen Besuch schenken, sich die Mühe schenken
Herkunft
Das Verb geht auf das althochdeutsche skenken (einschenken) und das mittelhoch- und mittelniederdeutsche schenken (geben, verleihen, ausschenken) zurück. Im Altsächsischen existierte die Form skenkian, im Altenglischen gab es , das Mittelniederländische kannte scenken und im Niederländischen benutzt man '. Verwandte Wörter in der deutschen Sprache sind Schenkel, Schinken und hinken. Das Einschenken eines Getränks dürfte die Ursprungsbedeutung des Verbs gewesen sein. Die althochdeutschen, altsächsischen und altenglischen Wörter hatten ausschließlich diese Bedeutung, wobei sie im eigentlichen Sinne für ‚das Gefäß schief halten‘ gestanden haben. Erst im Spätmittelhochdeutschen entstand die heute am weitesten verbreitete Bedeutung des Hingebens eines Geschenkes aus dem auch im Ausschenken enthaltenen Darreichen.
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