bescheren
bescheren (Verb) bedeutet: jemandem etwas an Weihnachten (Heiligabend) zum Geschenk machen. Häufige Synonyme sind bringen, bedenken, überlassen.
Bedeutung als Verb
- jemandem etwas an Weihnachten (Heiligabend) zum Geschenk machen
- an einen bestimmten (besonders innerfamiliären) Personenkreis die Weihnachtsgeschenke verteilen
- selten: jemanden zu Weihnachten (Heiligabend) mit Gaben, einem Geschenk bedenken
- Luxemburg: jemandem Geschenke (besonders auf förmliche oder feierliche Weise) übergeben
- jemandem etwas zuteilwerden lassen
- auch jemandem etwas einbringen
Beispielsätze
- Unserem Sohn wurde eine Eisenbahn beschert.
- „Der Vater war der Weihnachtsengel, der Klavier spielte, der Ankersteinbaukasten und Dampflokomotive bescherte.“
- Bei uns werden die Kinder erst nach dem Abendessen beschert.
- „»Wir bescheren erst nach dem Essen«, sagte Annemarie und tischte Heringssalat mit Pellkartoffeln auf.“
- „Wer beschert denn nun die Kinder?“
- „Ursprünglich wurde nur den Kindern beschert, erst in jüngerer Zeit wurde der Brauch auf Erwachsene ausgedehnt.“
Bedeutung als Verb
- durch Scheren kürzen (und in die gewünschte Form bringen)
Beispielsätze
- „Iſt einer dann beſchoren
- Und hat ein kurzes Haar
- Die Fliegen um ihn bohren
- Sieht man im Sommer zwar.“
- „Sie [= die Hecke] war ſo hoch wie das Dach und fein gerade beſchoren, auf den Strich; nur an den Ecken waren kleine Bäumchen ſtehen geblieben und rund gezogen wie grüne Kugeln, und die Einfahrt war ausgeſchnitten zu einem ſchöngerundeten Torbogen.“
Synonyme für bescheren
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | beschere |
|---|---|
| Präsens_du | bescherst |
| Präsens_er, sie, es | beschert |
| Präteritum_ich | bescherte |
| Partizip II | beschert |
| Konjunktiv II_ich | bescherte |
| Imperativ Singular | beschere |
| Imperativ Plural | beschert |
| Hilfsverb | haben |
Redewendungen und typische Verbindungen
- den Kindern viele schöne Dinge bescheren
- erst nach dem Abendbrot, der Christmette, dem Essen bescheren
- die Kleinen mit Spielsachen bescheren
Herkunft
Bei dem Verb handelt es sich um ein Erbwort aus mittelhochdeutschem ', das eine allgemeinere Bedeutung besaß, nämlich ‚zuteilen, zumessen, bestimmen, verhängen‘ (insbesondere von Gott und vom Schicksal). Das mittelhochdeutsche Verb ist eine Präfixbildung zu mittelhochdeutschem ' ‚abteilen, teilen, wohin schaffen, zuteilen‘, dem unter »scheren« behandelten schwachen Verb, und geht zurück auf die (nicht belegte, aber rekonstruierte) westgermanische Form *skar-ija- ‚teilen, zuteilen‘, der ebenfalls altenglisches ' und althochdeutsches ' und ' entstammen. Die westgermanische Form ist eine Ableitung zu (ebenfalls erschlossenem) *skarō ‚Teil‘, dem altenglisches ' und altfriesisches ' entspringen.
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Reime auf bescheren
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