die Berufung
Kurz erklärt
Berufung (Substantiv) bedeutet: besondere Befähigung, die jemand als Auftrag empfindet. Häufige Synonyme sind Leben, Sinn, Sendung.
Bedeutung
- besondere Befähigung, die jemand als Auftrag empfindet
- Verweis auf jemanden oder etwas
- Rechtsmittel gegen einen Bescheid oder ein Gerichtsurteil
- Ernennung in ein öffentliches Amt von Kirche oder Staat (zum Beispiel Höchstrichter, Priester, Universitätsprofessor) oder Anstellung eines Künstlers (zum Beispiel Dirigent, Theaterdirektor, Schauspieler, Musiker)
Beispielsätze
- „Aber unter den bösen, häßlichen Worten wachte etwas in mir auf, froh und stark; und das war der Glaube an mich, an mein Können, meine innere Berufung und an meinen endlichen Sieg über alle Hindernisse.“
- „Denn ich hielt mich für verpflichtet, ihn davon zu überzeugen, daß ich die Laufbahn eines Gottesdieners nicht aus Berufung gewählt hatte.“
- „Um in ein Amt berufen zu werden, reicht für Calvin – wie für Luther und die anderen Reformatoren im Unterschied zu manchen "Schwärmern" – die "innere Berufung" (vocatio interna vel arcana) durch den Heiligen Geist und das Gewissen nicht aus. Damit alles ordnungsgemäß zugehe, muß die "äußere Berufung" (vocatio externa) durch die Gemeinde hinzukommen.“
- „Als er wieder zu sich kam, war er gebunden und mußte, trotz seines Passes und seiner Berufung auf Theopompus, den Häschern folgen.“
- „Der behutsamste Tadel der Maßregeln des Hofes, der kleinste Seufzer, den das Mitleiden mit sich selbst einem Unrecht leidenden Scheschianer auspreßte, die leiseste Berufung auf die Rechte der Menschheit, war ein Majestätsverbrechen.“
- „Jeder einzelne Deputierte bestieg die Rednertribüne und sprach eines der vier Urteile: Gefängnis; Deportation; Todesstrafe mit Aufschub oder Berufung an das Volk; Todesstrafe ohne Aufschub, ohne Berufung.“
Synonyme für Berufung
LebenSinnSendungZweckMissionRufWiderspruchBestimmungBeschwerdeRevisionInterventionEinspruchSendungsbewusstseinBezug, Hinweis, Referenzierung, Verweisung
Gegenteil
SelbstzweifelBeweis, KritikAnerkenntnis, AnnahmeAbberufung, Ablehnung
Deklination
| Nominativ Singular | Berufung |
|---|---|
| Nominativ Plural | Berufungen |
| Genitiv Singular | Berufung |
| Genitiv Plural | Berufungen |
| Dativ Singular | Berufung |
| Dativ Plural | Berufungen |
| Akkusativ Singular | Berufung |
| Akkusativ Plural | Berufungen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
[?] Abberufung, Einberufung, Rückberufung
Redewendungen und typische Verbindungen
- unter Berufung auf
- innere Berufung annehmen, beurteilen, empfinden, erfahren, ergründen, erkennen, finden, fühlen, klären, leben, sehen, spüren, umsetzen, verspüren, verstehen, zu, zum, zur
- Berufung ankündigen, einlegen, vorbereiten
- äußere, vorübergehende Berufung
Herkunft
Substantivierung durch Derivation (Ableitung) des Verbs berufen mit der Suffigierung -ung
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.