anstecken
anstecken (Verb) bedeutet: (trans.) etwas mit einer Nadel oder dergleichen befestigen; auf/an etwas stecken. Häufige Synonyme sind übertragen, anzünden, infizieren.
Bedeutung
- (trans.) etwas mit einer Nadel oder dergleichen befestigen; auf/an etwas stecken
- (trans., speziell) einen Ring oder dergleichen auf den Finger ziehen
- (trans., landsch.) den Stecker eines elektrischen Geräts oder dergleichen in die (für ihn vorgesehene) Buchse, Steckdose oder dergleichen stecken
- (trans., landsch., besonders, nordostddeutsch, mittelostdeutsch, südd., selten) (ein mit einer Flüssigkeit gefülltes Behältnis) durch Anstich öffnen
- (trans., landsch., besonders, nordd., md.) zum Brennen bringen; in zerstörerischer Absicht einen Brand verursachen
- (trans.) seine eigenen Krankheitserreger auf jemanden übertragen, sodass der- oder diejenige ebenfalls erkrankt; die eigene Krankheit an jemanden weitergeben
- (refl.) von Krankheitserregern (durch den Kontakt mit einer kranken Person) befallen werden und dadurch ebenfalls erkranken
- (trans., übertr.) bei jemandem ähnliche Reaktionen auslösen; leicht auf jemanden überwechseln
Beispielsätze
- Meine Oma hat sich sonntags immer eine Brosche angesteckt.
- „Ein kleines Abzeichen der Feuerwehr, das er eigentlich zu Unrecht behalten hat, nimmt er mit, um es außerhalb des Dorfes anzustecken, im Dorf selbst fürchtet er, es zu zeigen, obwohl es so klein ist, daß man es auf zwei Schritte Entfernung kaum sieht, aber nach des Vaters Meinung soll es sogar geeignet sein, die vorüberfahrenden Beamten auf ihn aufmerksam zu machen.“
- „Sie schlug Ede allen Ernstes vor, er solle sich auch so einen Bonbon [= Parteiabzeichen] anstecken, damit er die übrigen Taxen behalten dürfe.“
- „Zur Anprobe nur den Unterkragen anheften, ihn dazu von der Rückenmitte aus anstecken.“
- „Mir war es, als wenn alle Leute nach mir ſähen; und den Verlobungsring vollends wagte ich nicht anzuſtecken, um, wie ich meinte, auf der Straße nicht aufzufallen.“
- „Der Angeklagte steckte ihn dem Ringfinger an, benutzte abermals sein Taschentüchlein als Verpackungsmaterial und forderte mich auf, seinen Weg zu begleiten.“
Synonyme für anstecken
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | stecke an |
|---|---|
| Präsens_du | steckst an |
| Präsens_er, sie, es | steckt an |
| Präteritum_ich | steckte an |
| Partizip II | angesteckt |
| Konjunktiv II_ich | steckte an |
| Imperativ Singular | stecke an |
| Imperativ Singular* | steck an |
| Imperativ Plural | steckt an |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- einen Reif anstecken
- ein Abzeichen, eine Brosche, eine Nadel, einen Orden anstecken; (sich) eine Blume, Schleife, ein Sträußchen, falsche Zöpfe anstecken; den Ärmel (am Kleid) anstecken
- einen Ring anstecken
- ein Gerät, einen Apparat anstecken
- ein Fass anstecken
Herkunft
Es handelt sich um ein Erbwort, das auf die seit dem 11. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Form ' zurückgeht, deren mittelhochdeutsche ' ‚anzünden; ein Fass öffnen‘, eigentlich aber wohl ‚Feuer daran stecken‘ lautete (vergleiche mittelniederdeutsches '). Seit dem 16. Jahrhundert ist es in den bildlichen Bedeutungen ‚(Krankheiten) zündstoffartig mitteilen‘, ‚eine Krankheit übertragen‘, ‚(sich) infizieren‘ belegt.
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Reime auf anstecken
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