zocken
zocken (Verb) bedeutet: Glücksspiele machen; um Geld spielen. Häufige Synonyme sind spielen, setzen, wetten.
Bedeutung
- Glücksspiele machen; um Geld spielen
- riskante Börsengeschäfte betreiben
- (übertr.) hartnäckig, kleinlich (um etwas) handeln, verhandeln
- (vor allem bei Glücksspielen) risikofreudig agieren
- (ein Spiel, vor allem ein Computer- oder Konsolenspiel) spielen
- (südhessisch) (ein Spiel, vor allem ein Kartenspiel) spielen
- (schlesisch) für etwas den Gegenwert in Geld zahlen; (Geld oder dergleichen) als Gegenleistung geben
- (Essen, kinderspr.) Fußball spielen
Beispielsätze
- „1996 kamen acht Millionen Touristen nach Macao, die Hälfte von ihnen zockt im Kasino.“
- „Draußen scheint die Sonne, und drinnen wird gezockt, soweit man bei Skat und Rommeé überhaupt von Zocken sprechen kann.“
- „Teurer zu stehen kam Petersmann seine zweite Leidenschaft, das Glücksspiel. Und er zockte reichlich.“
- „Im Augenblick sind vierzehn Kasinos 24 Stunden am Tag geöffnet, zu Lande oder auf dem Meer, in denen Spielergruppen - weitaus leiser, als man vermuten möchte - ohne Unterbrechung in fensterlosen Sälen unter gleißendem Neonlicht zocken.“
- „Neulich bei Lotto: ‚Du zockst, obwohl Du mir 20 Euro schuldest?‘ ‚Hm. Gib mir noch 50; wenn ich gewinne, zahl ich alles zurück.‘ twitter.com/frafisch“
- Viele Investmentbanker zocken völlig risikolos, da ihre Institute im Notfall mit Steuergeldern gerettet werden.
Synonyme für zocken
Konjugation
| Präsens_ich | zocke |
|---|---|
| Präsens_du | zockst |
| Präsens_er, sie, es | zockt |
| Präteritum_ich | zockte |
| Partizip II | gezockt |
| Konjunktiv II_ich | zockte |
| Imperativ Singular | zocke |
| Imperativ Plural | zockt |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- an der Börse zocken
- um bestimmte Ämter, Deals, Posten zocken; mit Aufträgen zocken
- ein Videospiel zocken, Games zocken
Herkunft
Bei dem Wort handelt es sich um eine seit dem 19. Jahrhundert über das Rotwelsche (des 19. Jahrhunderts) bezeugte Entlehnung aus dem Westjiddischen), die um 1900 in die Berliner Verkehrssprache einging und von dort aus allmählich in die deutsche Umgangssprache gelangte. Merkwürdigerweise kann Krauss aus der nordsiebenbürgischen Sprachinselmundart von Treppen, die wie alle isolierten Sprachgemeinschaften recht konservativ ist, »zocken« mit den Bedeutungen ‚rupfen‘, ‚schröpfen‘ und ‚einem viel Geld abnehmen‘ belegen. Ob beziehungsweise inwieweit dieses »zocken« hierher gehört oder eine eigenständige Form darstellt, bleibt vorerst dahingestellt.
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Reime auf zocken
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