Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

schönen

Verb[ˈʃøːnən]schö · nenTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

schönen (Verb) bedeutet: trübe Flüssigkeiten, etwa Wein, Traubensaft oder Ähnliches künstlich klären. Häufige Synonyme sind manipulieren, verschleiern, fälschen.

Bedeutung

  1. trübe Flüssigkeiten, etwa Wein, Traubensaft oder Ähnliches künstlich klären
  2. Farben heller, leuchtender erscheinen lassen
  3. Tatsachen im besseren Lichte darstellen, als sie sind
  4. (Weinbau) eine seit den Römern bekannte Methode zur Klärung von Wein, dem man Schönungsmittel zusetzt, die sich als Bodensatz zusammen mit dem im Wein befindlichen Schwebestoffen niederschlagen

Beispielsätze

  • Im Fall von Weißwein handelt es sich zumeist um kristallinen Weinstein, der den Geschmack nicht beeinträchtigt; trotzdem filtern oder »schönen« die meisten Winzer den Wein mit allerlei Physik und Chemie, um quengelnden Kunden nichts erklären zu müssen.
  • Sie enthält 28 verschiedene Lebensmittelfarben. In der Diskussion um sie wurden zehn Farbstoffe gestrichen, mit denen bisher in der Bundesrepublik Waren, die für dem Verzehr bestimmt sind, geschönt werden dürfen.
  • Das Ergebnis: Angestellte der Politiker hatten in Hunderten Fällen die Biografien ihrer Arbeitgeber geschönt, Kritik entfernt oder den politischen Gegner verleumdet.
  • Zudem wurden statistische Angaben in der UdSSR regelmäßig geschönt.
  • Dieser Wein wurde mit Bentonit geschönt.

Synonyme für schönen

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

belassenaufdecken, klarstellen, offenlegen

Konjugation

Präsens_ichschöne
Präsens_duschönst
Präsens_er, sie, esschönt
Präteritum_ichschönte
Partizip IIgeschönt
Konjunktiv II_ichschönte
Imperativ Singularschöne
Imperativ Pluralschönt
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Oberbegriffe

aufbessern, verbessernmanipulieren, verfälschen

Redewendungen und typische Verbindungen

  • Flüssigkeit, Traubensaft, Wein schönen
  • Gewebe, Lebensmittel, Medikamente, Waren schönen
  • Bilanzen, Nachrichten, Tatsachen, Zahlen schönen

Herkunft

etymologisch: von mittelhochdeutsch ' „schönmachen, schmücken, verherrlichen“, althochdeutsch ' um 800, ' im 9. Jahrhundert strukturell

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.