schnorren
schnorren (Verb) bedeutet: transitiv, umgangssprachlich: jemanden aus Gewohnheit immer wieder um Kleinigkeiten wie Kleingeld, Zigaretten oder Ähnlichem bitten, ohne selbst eine Gegenleistung erbringen zu wollen. Häufige Synonyme sind betteln, anbetteln, abschmutzen.
Bedeutung
- transitiv, umgangssprachlich: jemanden aus Gewohnheit immer wieder um Kleinigkeiten wie Kleingeld, Zigaretten oder Ähnlichem bitten, ohne selbst eine Gegenleistung erbringen zu wollen
- transitiv, umgangssprachlich: höflich für sich selbst um Kleinigkeiten wie Kleingeld, Zigaretten oder Ähnlichem bitten, ohne selbst zu einer Gegenleistung bereit zu sein
- (Schweiz, intransitiv, umgangssprachlich) daherreden, das große Wort führen
Beispielsätze
- Wenn Paula kein Geld mehr hat, schnorrt sie in den Straßen der Stadt.
- Kann ich mir ’ne Kippe von dir schnorren?
- „Schnorr nicht so viel.“
- „Leutnant Tobler … schätzte Füsilier Bär und hätte ihn gegen drei Stillere eingetauscht, er sah voraus, dass dieser wohlgelaunte Bursche zwar immer witzeln, schnorren und schimpfen, aber nicht versagen würde.“
- „Ist ja auch huere viel: Rechnen, schnorren, schreiben – alles miteinander!“, während eines Jassturniers.
- „Thema Plastik. Alle schnorren, niemand tut was. Dabei gäbe es längst Alternativen – Stichwort: Biopolymere.“
Synonyme für schnorren
Konjugation
| Präsens_ich | schnorre |
|---|---|
| Präsens_du | schnorrst |
| Präsens_er, sie, es | schnorrt |
| Präteritum_ich | schnorrte |
| Partizip II | geschnorrt |
| Konjunktiv II_ich | schnorrte |
| Imperativ Singular | schnorre |
| Imperativ Plural | schnorrt |
| Hilfsverb | haben |
Redewendungen und typische Verbindungen
- (etwas) bei jemandem schnorren
- (sich) etwas schnorren
Herkunft
ursprünglich ein Wort aus der Gaunersprache, das sich im 18. Jahrhundert weiter verbreitete, dessen Herkunft jedoch unklar ist; vermutlich war es zunächst die Bezeichnung der Tätigkeit des Bettelmusikanten, der die Schnorrpfeife spielt (vergleiche hierzu das schwäbische archaische Verb schnurren „mit Musik betteln“ im 18. Jahrhundert sowie das Substantiv Schnurrant „Bettelmusikant“ mit fremder Endung)
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Reime auf schnorren
Wie häufig ist „schnorren“?
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