Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

riechen

Verb[ˈʁiːçn̩]rie · chenTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

riechen (Verb) bedeutet: (transitiv) den Geruch von etwas mit der Nase wahrnehmen. Häufige Synonyme sind winden, schnuppern, wittern.

Bedeutung

  1. (transitiv) den Geruch von etwas mit der Nase wahrnehmen
  2. (intransitiv) Duftstoffe in die Umgebungsluft abgeben
  3. (intransitiv) unangenehmen Geruch verbreiten

Beispielsätze

  • Mit meinem Schnupfen rieche ich überhaupt nichts.
  • „Da wird dann an jeder einzelnen geschnüffelt und gerochen - und auch wenn sonst nichts gefunden wird, eine Palette Teelichte und das eine oder andere Gebinde Duftkerzen wird garantiert mitgenommen.“
  • Verlass dich drauf, das riecht quasi nach einer Tasse Kaffee, wenn sie wieder rein kommt, wird sie uns fragen, ob wir eine wollen, warte nur ab!
  • „Ich konnte das Harz der Pinien neben dem Bootshaus riechen.“
  • Sie roch viel zu stark nach Parfüm.
  • „Die Luft vom See her war angenehm kühl und roch nach Moos.“

Synonyme für riechen

windenschnuppernwitternduftenschnüffelnverströmenbeschnuppernbeschnüffelnausdünstenflehmenbeschnobernschnoberneinen Geruch wahrnehmen, schnuppern, schnüffelnJägersprache: wittern

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Konjugation

Präsens_ichrieche
Präsens_duriechst
Präsens_er, sie, esriecht
Präteritum_ichroch
Partizip IIgerochen
Konjunktiv II_ichröche
Imperativ Singularrieche
Imperativ Singular*riech
Imperativ Pluralriecht
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Unterbegriffe

[?] anriechen, beriechen, erriechen, hereinriechen, hineinriechen, reinriechen

Redewendungen und typische Verbindungen

  • jemanden nicht riechen können, etwas nicht riechen können – jemanden, etwas nicht mögen
  • Lunte riechen
  • daran riechen
  • nach Verrat riechen, nach einer Belohnung riechen, das riecht nach einer Tasse Kaffee
  • ekelhaft, frisch, gut, komisch, modrig, muffig, scharf, süßlich, unangenehm riechen
  • nach Alkohol, Ausdünstungen, Braten, Parfüm, Rauch, Schweiß, Speck riechen

Herkunft

mittelhochdeutsch riechen, althochdeutsch riohhan (8. Jahrhundert), von einem gemeingermanischen starken Verb *reuk-a- mit der Bedeutung ‚rauchen, dampfen, dunsten‘. Die Bedeutung [2] ‚einen Geruch verbreiten‘ ist also die ältere. Die Lesart der aktiven Sinneswahrnehmung ist im Deutschen erst seit dem Spätmittelhochdeutschen belegt. Verwandt mit: ' (altenglisch reócan, Präteritum: reac, Partizip II: gereocen; aber die Konjugation wurde im 11. Jahrhundert schwach), niederländisch rieken; verwandt mit *raukiz (siehe auch Rauch).

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.