Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

quellen

Verb[ˈkvɛlən]quel · lenTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

quellen (Verb) bedeutet: (intrans.) austreten, ansteigen, sprudeln. Häufige Synonyme sind treten, fließen, rauschen.

Bedeutung als Verb

  1. (intrans.) austreten, ansteigen, sprudeln
  2. (intrans.) anschwellen eines Materials (insbesondere durch Aufnahme von Gas oder Flüssigkeit von außen oder durch Umwandlung fester oder flüssiger Stoffe in Gase wie beim Backen)

Beispielsätze

  • Das Wasser quoll in dicken Strömen aus allen Gullys.
  • „Stets beschenkte er arme Kinder, ging niemals aus ohne die Taschen voll Gaben, und es war, als ob es aus sotanen Taschen quölle und sie nimmer leer würden.“
  • „Im Observatorium quoll die Dunkelheit, und an den blanken Messingrohren der Teleskope rieselte in dünnen kalten Strahlen das Sternenlicht herab in den runden Raum.“
  • Reis quillt beim Kochen ungefähr auf das Vierfache seines ursprünglichen Volumens.

Bedeutung als Verb

  1. (trans.) zur Volumenzunahme durch Wasseraufnahme veranlassen

Beispielsätze

  • „Man quellte die gut trocken geernteten Lupinen 24 Stunden in kaltem Wasser ein und machte den Anfang der Verfutterung bei 6 Dreigespannen, indem man ½ Metze mit 7½ Metzen Mengkorn verabreichte, letzteres bestehend aus gleichen Theilen Erbsen, Wicken und Hafer.“

Synonyme für quellen

tretenfließenrauschenströmendringenflutenaustretenrinnenhervortretenaufquellenquillenherausfließenaustreten, entspringen, herausfließen, rinnenanschwellen, schwellen, aufgehen

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

abebben, austrocknen, verebben, verrinnen, versiegeneintrocknen, schrumpfen, verschrumpeln

Konjugation

Präsens_ichquelle
Präsens_duquillst
Präsens_er, sie, esquillt
Präteritum_ichquoll
Partizip IIgequollen
Konjunktiv II_ichquölle
Imperativ Singularquill
Imperativ Pluralquellt
Hilfsverbsein

Redewendungen und typische Verbindungen

  • Blut, Gedanken, Ideen, Tränen, Wasser quellen/quillt
  • Erbsen, Papier, Teig quellen/quillt

Herkunft

seit dem 10. Jahrhundert bezeugt; althochdeutsch quellan, urgermanisch *kwelnanan, auch niederländisch ' ‚anschwellen‘, altenglisch collenferhð ‚mit geschwollenem Mut, stolz‘, zum indogermanischen *gʷelH- ‚herabträufeln, überfließen, quellen‘, vergleiche sanskritisch ' ‚träufelt, fällt herab‘, albanisch gëloj ‚wimmeln, hervorquellen‘.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.