quellen
quellen (Verb) bedeutet: (intrans.) austreten, ansteigen, sprudeln. Häufige Synonyme sind treten, fließen, rauschen.
Bedeutung als Verb
- (intrans.) austreten, ansteigen, sprudeln
- (intrans.) anschwellen eines Materials (insbesondere durch Aufnahme von Gas oder Flüssigkeit von außen oder durch Umwandlung fester oder flüssiger Stoffe in Gase wie beim Backen)
Beispielsätze
- Das Wasser quoll in dicken Strömen aus allen Gullys.
- „Stets beschenkte er arme Kinder, ging niemals aus ohne die Taschen voll Gaben, und es war, als ob es aus sotanen Taschen quölle und sie nimmer leer würden.“
- „Im Observatorium quoll die Dunkelheit, und an den blanken Messingrohren der Teleskope rieselte in dünnen kalten Strahlen das Sternenlicht herab in den runden Raum.“
- Reis quillt beim Kochen ungefähr auf das Vierfache seines ursprünglichen Volumens.
Bedeutung als Verb
- (trans.) zur Volumenzunahme durch Wasseraufnahme veranlassen
Beispielsätze
- „Man quellte die gut trocken geernteten Lupinen 24 Stunden in kaltem Wasser ein und machte den Anfang der Verfutterung bei 6 Dreigespannen, indem man ½ Metze mit 7½ Metzen Mengkorn verabreichte, letzteres bestehend aus gleichen Theilen Erbsen, Wicken und Hafer.“
Synonyme für quellen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | quelle |
|---|---|
| Präsens_du | quillst |
| Präsens_er, sie, es | quillt |
| Präteritum_ich | quoll |
| Partizip II | gequollen |
| Konjunktiv II_ich | quölle |
| Imperativ Singular | quill |
| Imperativ Plural | quellt |
| Hilfsverb | sein |
Redewendungen und typische Verbindungen
- Blut, Gedanken, Ideen, Tränen, Wasser quellen/quillt
- Erbsen, Papier, Teig quellen/quillt
Herkunft
seit dem 10. Jahrhundert bezeugt; althochdeutsch quellan, urgermanisch *kwelnanan, auch niederländisch ' ‚anschwellen‘, altenglisch collenferhð ‚mit geschwollenem Mut, stolz‘, zum indogermanischen *gʷelH- ‚herabträufeln, überfließen, quellen‘, vergleiche sanskritisch ' ‚träufelt, fällt herab‘, albanisch gëloj ‚wimmeln, hervorquellen‘.
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Reime auf quellen
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