Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

patrouillieren

Verb[ˌpatʁʊlˈjiːʁən]pa · t · rouil · lie · renSeltenes Wort · Rang 23.418
Kurz erklärt

patrouillieren (Verb) bedeutet: (intrans.) als Posten (einer Polizei, eines Militärs, eines sonstigen Sicherheitsorgans sowie einer Bürgerwehr, Miliz oder dergleichen) in einem bestimmten Gebiet regelmäßige Erkundungs- und/oder Kontrollgänge oder -fahrten durchführen. Häufige Synonyme sind bestreifen.

Bedeutung

  1. (intrans.) als Posten (einer Polizei, eines Militärs, eines sonstigen Sicherheitsorgans sowie einer Bürgerwehr, Miliz oder dergleichen) in einem bestimmten Gebiet regelmäßige Erkundungs- und/oder Kontrollgänge oder -fahrten durchführen
  2. (umgangssprachlich, intrans.) auf- und abgehen, als der Straßenprostitution nachgehende weibliche Person

Beispielsätze

  • Der Wachposten patrouillierte durch die Stadt.
  • „Vielleicht eine halbe Stunde lang patrouillierten wir auf einem kurzen Stück Weg, um die Stelle herauszufinden, an der das Geräusch des Wassers am deutlichsten zu hören war.“
  • „Die Polizei- und Militärhubschrauber patrouillieren mit besonderer Häufigkeit über der Küste.“
  • „Deutsche Truppen stehen am Hindukusch, patrouillieren am Horn von Afrika, im Sudan, auf dem Balkan und vor der libanesischen Küste.“
  • „Im Grunde bekomme ich sie seltener zu Gesicht als den Fuchs, der nachts über das Gelände patrouilliert.“
  • „Jede Menge Polizisten und Sicherheitsbeamte patrouillierten auf dem Gelände, denn die Ehrentitel wurden vom Kanzler der Universität überreicht, und dieser Kanzler war Prinz Philipp, der Herzog von Edinburgh.“

Synonyme für patrouillieren

bestreifen

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Konjugation

Präsens_ichpatrouilliere
Präsens_dupatrouillierst
Präsens_er, sie, espatrouilliert
Präteritum_ichpatrouillierte
Partizip IIpatrouilliert
Konjunktiv II_ichpatrouillierte
Imperativ Singularpatrouilliere
Imperativ Singular*patrouillier
Imperativ Pluralpatrouilliert
Hilfsverbhaben
Hilfsverb*sein

Redewendungen und typische Verbindungen

  • durch die Straßen patrouillieren; vor einem Gebäude patrouillieren; Kriegsschiffe patrouillieren vor der Küste

Herkunft

Ableitung zum Stamm des Substantivs Patrouille mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ier und zusätzlich notwendiger Flexionsendung -en Bei dem Verb handelt es sich um eine seit dem 17. Jahrhundert bezeugte Entlehnung aus französischem ' ‚auf Streife gehen, einen Kontroll-, Erkundungsgang machen‘, dessen ursprüngliche Bedeutung jedoch ‚im Schlamm, Wasser patschen‘ lautet. Das Verb entstammt unverändert und gleichbedeutend mittelfranzösischem , das wohl eine jüngere Variante (mit vielleicht lautmalendem -r-) zu dem ebenfalls bis ins Neufranzösische erhaltenen ' ist. Dieses geht seinerseits auf altfranzösisch ' zurück, das aus dem zahlreichen romanischen Wörtern (siehe auch »Pantine«) zugrundeliegenden onomatopoetischen (nicht belegten, aber rekonstruierten) Stamm *patt- ‚Pfote, Tatze‘ (vergleiche französisch ') gebildet wurde und wohl das patschende Aufsetzen breiter Tatzen veranschaulichen soll.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.