Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Patrone

Substantiv, feminin[ˌpaˈtʁoːnə]Pa · t · ro · neTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Patrone (Substantiv) bedeutet: zylindrische Metallhülse, die als Munition für Feuerwaffen die Treibladung und das Geschoss enthält. Häufige Synonyme sind Kugel, Projektil.

Bedeutung

  1. zylindrische Metallhülse, die als Munition für Feuerwaffen die Treibladung und das Geschoss enthält
  2. mit Tinte befüllter Behälter zum Nachfüllen eines Füllfederhalters oder eines Tintenstrahldruckers
  3. Hülle, die den Film einer Fotokamera umgibt

Beispielsätze

  • Aus dem Kofferraum holt er seine Maschinenpistole - genau 39 Patronen sind in der Waffe - und eine Tüte mit drei gefüllten Magazinen.
  • „Damit sich die Patronen besser vor Nässe schützen ließen, wurden sie gefettet.“
  • „John Henry konnte die Patronen in der Trommel erkennen.“
  • „Der Freiherr von Marselisborg zog aus einem Beutel eine leere Patrone und guckte mit dem einen Auge in die Hülse.“{{Literatur|Autor=Halldór Laxness |Titel=Islandglocke| TitelErg=Roman|Verlag=Suhrkamp Taschenbuch Verlag|Ort=Frankfurt/Main|Jahr=1975|
  • Nach tausenden gedruckten Seiten war die Patrone leer und musste ausgewechselt werden.
  • In seiner Fototasche ist Platz für vier Patronen.

Synonyme für Patrone

KugelProjektilFilmhülse

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularPatrone
Nominativ PluralPatronen
Genitiv SingularPatrone
Genitiv PluralPatronen
Dativ SingularPatrone
Dativ PluralPatronen
Akkusativ SingularPatrone
Akkusativ PluralPatronen

Wortfeld

Oberbegriffe

MunitionBehälter

Unterbegriffe

Dynamitpatrone, Gaspatrone, Gewehrpatrone, Pistolenpatrone, Platzpatrone, Rauchpatrone, Reservepatrone, Revolverpatrone, Schrotpatrone, SprengpatroneDruckerpatrone, TintenpatroneFilmpatrone

Redewendungen und typische Verbindungen

  • eine Patrone abfeuern
  • [?] treffen

Herkunft

Patrone ist eine seit dem 17. Jahrhundert existierende Form des Maskulinums Patron (Form, Muster, Modell). Dieses wurde vom französischen ' übernommen, welches seinerseits aus dem lateinischen ' entlehnt wurde. Das französische Wort wies außer den aus dem Lateinischen und Mittellateinischen stammenden Bedeutungen ‚Schutzherr‘ und ‚Schutzheiliger‘ schon zur Zeit des Altfranzösischen die Bedeutungen ‚Modell‘ und ‚Muster‘ auf, die sich später auch im Mittellateinischen fanden. Sie entwickelten sich aus einem bildlichen Gebrauch des Wortes Schutzherr heraus, weil die Musterform die Vaterform ist, an der sich die Entstehung von etwas anderem orientiert und der Vater das Vorbild des Sohnes ist. Patron fand im Deutschen Eingang in die Mundarten und diverse Fachsprachen, so dass das Wort in der Bedeutung ‚Musterform‘ am Ende des 16. Jahrhunderts auch die für eine Ladung benötigte Menge Schießpulvers in einer zuerst papiernen, später metallenen Hülse bezeichnete, bevor es in der Folge für die ganze so vorbereitete Ladung stand. Sodann wurde der Begriff ebenfalls auf die modernen Geschosse, die über Hülse, Treibladung und Zünder verfügen, übertragen. Der äußeren Ähnlichkeit mit diesen ist schlussendlich die Bezeichnung von Behältnissen für Kleinbildfilme und Tinte für Füller als Patrone geschuldet, die im 20. Jahrhundert aufkam.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.