kiffen
kiffen (Verb) bedeutet: (intrans., Jargon, ugs.) Haschisch oder Marihuana rauchen. Häufige Synonyme sind vernichten, haschen, buffen.
Bedeutung als Verb
- (intrans., Jargon, ugs.) Haschisch oder Marihuana rauchen
Beispielsätze
- Er sitzt den ganzen Tag in seinem Zimmer und kifft und macht nichts anderes.
- „Prokopp hat ein Blasinstrument und manchmal jazzt er mit Freunden und kifft.“
- „Er hatte stark gekifft und meinte, dass es keine Schwierigkeit sei, im Knast an das Zeug ranzukommen.“
- „Du bist eine souveräne Rechtsperson, und wenn du dich tatsächlich in eine Wohngemeinschaft verziehst und billigen Wermut säufst und kiffst, und das paßt ihm nicht, dann hat er eben Pech gehabt.“
- „Nun wird auch hier geklaut, gekifft und gekokst, und dann und wann wird einer erstochen.“
- „Das waren Drogen, seiner Ansicht nach für jüngere Jahrgänge bestimmt, für Anne-Catherine zum Beispiel oder Christa Meinhold, die kifften, nicht allerdings für so junge wie Liliane, in deren Zimmer vor Tagen ein süßes Wölkchen schwebte, über das mit ihr noch zu reden sein würde.“
Bedeutung als Verb
- (va.) mit einer Kopfbinde schmücken
Synonyme für kiffen
Konjugation
| Präsens_ich | kiffe |
|---|---|
| Präsens_du | kiffst |
| Präsens_er, sie, es | kifft |
| Präteritum_ich | kiffte |
| Partizip II | gekifft |
| Konjunktiv II_ich | kiffte |
| Imperativ Singular | kiffe |
| Imperativ Singular* | kiff |
| Imperativ Plural | kifft |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Herkunft
Das ab 1963 bezeugte neuhochdeutsche Verb geht zurück auf die arabische Partikel , die zum Grundbestand des Arabischen gehört. Ende des 8. Jahrhunderts kam eine substantivierte Ableitung mit der Bedeutung ‚Beschaffenheit, Eigenschaft‘ auf, zunächst in der Fachsprache der islamischen Theologen, die sich in der Frage der im Koran vorkommenden anthropomorphistischen Aussagen über Gott schon früh darauf geeinigt hatten, nicht mehr nach dem „Wie“ – – zu fragen. Dem abstrakten -Begriff der islamischen Gelehrtenschaft stand bald in der Volkssprache, vielleicht unter dem Einfluss der Sufis (siehe »Scheich«), eine eher sinnliche Bedeutung ‚Wohlbefinden, gute Laune‘ gegenüber. übernommen. heißt es 1927 in einer Worterklärung bei Karl Lokotsch, die dem europäischen Bild vom »Orientalen« einen verbreiteten Zug hinzufügt (siehe »Haschisch«, »Assassine«). „Weil die geringern Araber in den Staͤdten auch lieben Keif zu haben, vergnuͤgt zu ſeyn, die ſtarken Getraͤnke aber nicht bezalen, und vielleicht gar nicht bekommen koͤnnen; ſo rauchen ſie Haſchîſch, […].“ Tatsächlich ist nun ab dem 19. Jahrhundert eine weitere Bedeutungsentwicklung des Wortes belegt, diesmal allerdings nur im maghrebinischen Arabisch, vor allem in Marokko und Algerien, wo arabisches , Stichwort »kif«, Seite 62. kīf, kēf}} über die Bedeutung ‚état de gaîté, d’ivresse, causé par le hachîch; Rauchzustand infolge des Haschischkonsums‘ Dabei könnte auch ein anderer Spitzname für das Rauschmittel einen Einfluss ausgeübt haben – arabisches , wörtlich ‚Handfläche
Aussprache üben
Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.
Reime auf kiffen
Wie häufig ist „kiffen“?
Rang 10.919 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 3,42. Ein eher seltenes Wort, das in Fachtexten, Literatur oder gehobener Sprache vorkommt. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.