der Groschen
Kurz erklärt
Groschen (Substantiv) bedeutet: ursprünglich: eine deutsche, dicke Silbermünze, die vom 14. bis in das 19. Jahrhundert geprägt wurde. Häufige Synonyme sind Tacken, Zehnpfennigstück.
Bedeutung
- ursprünglich: eine deutsche, dicke Silbermünze, die vom 14. bis in das 19. Jahrhundert geprägt wurde
- in Preußen (seit 1838): 30 Groschen = ein Taler
- in Österreich (1925 - 2002): 100 Groschen = 1 Schilling
- in Polen (seit 1928): 100 Groschen = 1 Zloty
- Volksmund: die 10-Pfennig-Münze in Deutschland (vor der Einführung des Euro)
- allgemein: Bezeichnung für Geld
Beispielsätze
- Groschen als Zahlungsmittel gibt es in Deutschland nicht mehr.
- „Und als er nach dem Gesang zu ihr trat, hatte sie die fünf Groschen, die sie für ihn zurechtgelegt hatte, in einen Taler verwandelt.“
- „Bei der Umrechnung in Schillinge und bei Berechnungen in Schillingen sind Bruchteile, die einen halben Groschen oder mehr betragen, für einen Groschen zu rechnen, Bruchteile unter einem halben Groschen zu vernachlässigen.“
- „Aber die Kindervorstellung kostete hier einen Groschen weniger als woanders, und das entschied.“
- „Hastig kramt Eos noch einmal zwei Groschen hervor und stopft sie in den Automaten.“
- „Ecke Fasanenstraße steht ein Straßensänger mit müdem Gesicht, vor sich auf dem Boden eine Blechdose mit Groschen.“
Synonyme für Groschen
TackenZehnpfennigstückDittchen
Deklination
| Nominativ Singular | Groschen |
|---|---|
| Nominativ Plural | Groschen |
| Genitiv Singular | Groschens |
| Genitiv Plural | Groschen |
| Dativ Singular | Groschen |
| Dativ Plural | Groschen |
| Akkusativ Singular | Groschen |
| Akkusativ Plural | Groschen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Geld, Geldeinheit, Münzgeld, Kleingeld
Unterbegriffe
übertragen: Notgroschen
Redewendungen und typische Verbindungen
- der Groschen ist gefallen (in den Automaten) – übertragen für: Er / sie hat es kapiert
- ein paar Groschen – ein bisschen Geld
- für das Alter einige Groschen zurücklegen
- seine / die Groschen zusammenhalten – das heißt sparen
- keinen Groschen wert sein
Herkunft
mittelhochdeutsch gros(se), im 13. Jahrhundert von spätlateinisch „dicker Denar“ entlehnt
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Reime auf Groschen
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.