Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Groll

Substantiv, maskulin[ɡʁɔl]GrollTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

Groll (Substantiv) bedeutet: (geh.) lang anhaltender, aber stiller Zorn, versteckter Hass, verborgene Feindschaft. Häufige Synonyme sind Ärger, Grant, Unmut.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (geh.) lang anhaltender, aber stiller Zorn, versteckter Hass, verborgene Feindschaft
  2. (va.) plötzlich aufwallender und hervorbrechender Zorn

Beispielsätze

  • Ich hege keinen Groll gegen dich, ich bin einfach sehr beschäftigt.
  • Peter hat einen tiefen Groll auf seine Exfrau.
  • „Steinmeiers Worten hört man Groll selbst dann nicht an, wenn es Zoff gegeben hat.“
  • „Sie waren viel zu verspielt, um sich von oben mit Feindseligkeit und Groll und Erbitterung indoktrinieren zu lassen.“
  • „Da fühle ich einen kleinen Groll gegen Karnej in mir erwachen.“
  • „Ein hübsches Sümmchen ist das, und ihre Freude darüber mildert ihren Groll auf Jürgen Loose.“

Bedeutung als Substantiv (der/die)

  1. deutschsprachiger Nachname, Familienname

Beispielsätze

  • Frau Groll arbeitet als Schifffahrtskauffrau.
  • Herr Groll ist im Verein tätig.
  • Die Grolls fahren heute nach Jüterbog.

Synonyme für Groll

ÄrgerGrantUnmutMissfallenLeidwesenVerärgerungVerdrussVerstimmungMissmutMissvergnügenRanküne, RessentimentRage, Raserei, veraltend: Grimm, Ingrimm

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ Singular 1Groll
Nominativ Singular 2Groll
Genitiv Singular 1Grolles
Genitiv Singular 1*Grolls
Genitiv Singular 2Grollen
Dativ Singular 1Groll
Dativ Singular 2Grollen
Akkusativ Singular 1Groll
Akkusativ Singular 2Grollen

Wortfeld

Oberbegriffe

Redewendungen und typische Verbindungen

  • Groll gegen jemanden hegen (= jemandem grollen); einen Groll auf jemanden haben (= jemandem grollen)

Herkunft

Groll geht auf das spätmittelhochdeutsche ' und das frühneuhochdeutsche Groll oder Grolle zurück. Das Substantiv ist eine ablautende Form zum mittelhochdeutschen ' (vor Zorn laut schreien) und ' (zornig, rau). Das Wort ist seit dem 14. Jahrhundert belegt.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.