voll
voll (Adjektiv) bedeutet: (kSt.) mit etwas so vollständig gefüllt, dass absolut nichts mehr hinein passt oder hinein darf oder hinein gehört. Häufige Synonyme sind zu, sehr, ganz.
Bedeutung als Adjektiv
- (kSt.) mit etwas so vollständig gefüllt, dass absolut nichts mehr hinein passt oder hinein darf oder hinein gehört
- (ugs.) betrunken
- fast vollständig angefüllt mit etwas
- mit einem kräftigen, würzigen Aroma oder Geschmack
- mit einer dicklichen, rundlichen Figur
- ganz, uneingeschränkt
Beispielsätze
- Ein voller Bus hält nicht mehr.
- Die Packung ist noch voll.
- „[...] Mich faßt Erstaunen an, | Daß zwar so reiche, auserles'ne Speisen, | Doch für den durstgequälten Jägersmann | Nicht auch des Weines volle Beche kreisen!“ (1883)
- „Sein ist die Braut im Hoheitsaale, | Sein des Weines volle Pokale, | Golden und silbernes Gut!“ (1824)
- Sein Bruder ist voll und schläft seinen Rausch aus.
- Einer von uns beiden scheint voll zu sein.
Bedeutung als Adverb
- (umgangssprachlich, salopp, meist, emotional) in hohem Maße, sehr
Beispielsätze
- Das Essen ist voll lecker.
- Das ist eine voll geniale Idee!
- Du hast voll die geile Party verpasst.
- Das kannst du voll vergessen!
- Da hast du dich aber voll danebenbenommen.
- „… das alles ist hier voll mein Ding.“
Bedeutung als Präposition
- (PräpmG, auch mit mit und von) angefüllt mit
Beispielsätze
- Voll Sorge blickt sie in die Zukunft.
- Sie waren voll des Lobes über seinen Vortrag.
- Des jungen Weines voll wurden sie sehr schnell streitlustig.
- (in nachgestelltem Attribut) Die Schale voll Wasser steht vor mir auf dem Tisch.
Synonyme für voll
Gegenteil
Steigerung
| Positiv | voll |
|---|---|
| Komparativ | voller |
| Superlativ | vollsten |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- jemanden für voll nehmen
- das Maß ist voll
- voll wie eine Haubitze/Strandhaubitze oder Radehacke
- alle Hände voll zu tun haben
- voll und ganz
- ein volles Haus, (als Prädikativ:) voll des Lobes/des Lobes voll sein
Herkunft
Adjektiv im Sinne von: gefüllt, bedeckt, , (8. Jahrhundert), , , ›‹ und altindisch pūrṇáḥ - voll, gefüllt, , altslawisch , - voll sowie (ablautend) - voll sind alte Partizipialbildungen mit dem Suffix indogermanisch , führen also auf indogermanisch * beziehungsweise * angefüllt (im Germanischen mit Assimilation von ' zu '). Vergleichbar sind - füllen, - füllen, so dass eine Wurzel indogermanisch *, *, * - gießen, fließen, aufschütten, einfüllen, füllen zu Grunde gelegt werden kann (wozu auch viel gehört, siehe dort).
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Reime auf voll
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Rang 444 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 5,17. Damit gehört es zum Grundwortschatz, den jede Deutschlernende und jeder Deutschlernende als Erstes braucht. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.