Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

berufen

Adjektiv[bəˈʁuːfn̩]be · ru · fenTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

berufen (Adjektiv) bedeutet: besonders/mehr als andere fähig/geeignet für Aufgabe oder Amt. Häufige Synonyme sind geeignet, dingen, bestellen.

Bedeutung als Adjektiv

  1. besonders/mehr als andere fähig/geeignet für Aufgabe oder Amt
  2. (kStg.) in ein hohes Amt eingesetzt; auch religiös: von göttlicher Instanz/Schicksal für besondere Aufgabe erwählt/gefordert

Beispielsätze

  • „Seit 1857 Vertreter der Universität in der badischen Ersten Kammer, seit 1863 deren Mitglied durch allerhöchstes Vertrauen, 1861–66 Bundestagsgesandter in Frankfurt, 1867–71 Gesandter in München, war [Robert von Mohl] der berufenste Vertreter der nationalen Reformpolitik der großherzoglichen Regierung.“
  • „[…] denn niemand ist dazu berufener als die Mutter: daß sie ihren Kindern die Herzlosigkeit der Tierquälerei vor Augen führe.“
  • „Die Berufung des Herrn Bartning muß aber eine außerordentlich schwierige Sache gewesen sein. […] Den einen Tag kam die Nachricht, Bartning ist berufen, den zweiten, er ist nicht berufen, […]“
  • „Als Vormund ist berufen, wer vom Vater oder von der ehelichen Mutter des Minderjährigen durch Verfügung von Todeswegen (sic) als Vormund benannt ist.“
  • „Einerseits konnte Georg III. sich nicht zugunsten eines derart jungen Beamten gegen seinen eben neu ins Amt berufenen Finanzminister stellen, andererseits war ebendieser junge Beamte der älteste Sohn seines verdienten […] Generals […].“
  • „Er ist berufenes Mitglied der Plattform Industrie 4.0 […] und leitet dort die UAG Produkthaftung.“ (Plattform im Original kursiv)

Bedeutung als Verb

  1. (reflexiv) etwas als Referenz angeben, sich auf etwas stützen
  2. (transitiv) jemandem ein hohes Amt geben
  3. (Österreich) Rechtsmittel gegen eine Entscheidung ergreifen, Berufung einlegen

Beispielsätze

  • Er beruft sich dabei auf das Matthäus-Evangelium.
  • „Sie sammeln unzählige Daten, die allesamt zeigen, wie sich westliche Rationalität und Organisationsformen in alle Winkel dieser Welt ausbreiten, und wie sich Entscheider zunehmend auf ethische Ziele berufen müssen, um Legitimität zu erhalten.“
  • Die Universität berief ihn als Professor für Wirtschaftsgeschichte.
  • Ich werde gegen das Urteil berufen.

Synonyme für berufen

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

unberufen, ungeeignetabberufen, Religion:verworfen

Steigerung

Positivberufen
Komparativberufener
Superlativberufensten

Redewendungen und typische Verbindungen

  • aus berufenem Munde
  • berufenes Mitglied

Herkunft

Konversion des Partizips II von berufen

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Reime auf berufen

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.