Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Topfen

Substantiv, maskulin[ˈtɔp͡fn̩]Top · fenSeltenes Wort · Rang 28.709
Kurz erklärt

Topfen (Substantiv) bedeutet: (Österreich, Südostdeutschland) cremiges, aus saurer Milch hergestelltes Nahrungsmittel. Häufige Synonyme sind Quark, Weißkäse, Bibbeleskäs.

Bedeutung

  1. (Österreich, Südostdeutschland) cremiges, aus saurer Milch hergestelltes Nahrungsmittel
  2. (Österreich, umgangssprachlich, abwertend) Quatsch; Unsinn

Beispielsätze

  • „In der Kategorie 2 (Milch und Milchprodukte) ist die Herkunft von Milch, Joghurt, Sauerrahm, Topfen, Schlagobers, Buttermilch, Sauermilch und Butter aufzuzeigen.“
  • „Dafür wird ein dünnes Baumwolltuch mit einer etwa fünf Millimeter dicken Schicht Topfen bestrichen und nur eine Tuchschicht zwischen Hals und Topfen gelegt. Der Topfen sollte aber zuerst ungefähr auf Körperwärme erwärmt werden. Wenn der Topfen fast trocken ist und zerbröselt, nimmt man den Wickel ab.“
  • „Ein Theaterkritiker muss nicht deklamieren können, wie einst der Quadflieg, um beurteilen zu können ob sie auf der Bühne einen Topfen geben oder nicht“
  • „Tatsächlich ist die Idee des schönsten Finanzministers seit Menschengedenken, die Maut pauschal zu besteuern, natürlich ein ziemlicher Topfen, weil einigermaßen an der Realität vorbei.“

Synonyme für Topfen

QuarkWeißkäseBibbeleskäsBibeliskäsLuggeleskäsBibeleskäsSchichtkäseBibbeliskäsDeutschland, Schweiz: Quark; Westösterreich, Tirol, Südostdeutschland: Schotten; Ostdeutschland: Weißkäse

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularTopfen
Genitiv SingularTopfens
Dativ SingularTopfen
Akkusativ SingularTopfen

Wortfeld

Oberbegriffe

Frischkäse, Käse, Lebensmittel, Milchprodukt

Unterbegriffe

Bauerntopfen, Bröseltopfen, gepresster Topfen, Magertopfen, Schafstopfen, Speisetopfen

Redewendungen und typische Verbindungen

  • Topfen reden; Topfen verzapfen

Herkunft

die Herkunft des Wortes ist unklar; laut Duden ist es bereits im Spätmittelhochdeutschen in der Form topfe bezeugt und bedeutete vielleicht eigentlich „zu kleinen Klumpen (spätmittelhochdeutsch: topf) geronnene Milch“; laut Kluge ist es mit fränkischem Topfkäse vergleichbar und somit wohl zusammenhängend mit Topf „Gefäß“ – nach der Herstellung – oder mit Topf „Kreisel“ – nach der Form –, wobei umstritten bleibt, von welchem der beiden Homographen auszugehen ist.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.