der Stollen
Stollen (Substantiv) bedeutet: (Bergbau) unterirdischer, waagerechter Gang. Häufige Synonyme sind Grube, Mine, Zeche.
Bedeutung
- (Bergbau) unterirdischer, waagerechter Gang
- (Gastronomie, Backkunst) traditionell in der Weihnachtszeit gebackener länglicher, brotförmiger Weihnachtskuchen aus Hefeteig, Rosinen, Mandeln sowie Zitronat und verschiedenen Gewürzen
- (Schmiedehandwerk) Zapfen im Hufeisen
- (Sportschuh) Zapfen, der ein Ausrutschen verhindern soll
- (Gesang, Verslehre) Strophe des Aufgesanges
- (Tischlerei) Pfosten an einem Möbelstück
Beispielsätze
- Taubes Gestein wurde im Stollen rechts und links abgelagert.
- „Wenn der Hauer die Erzbrocken aus dem Stollen geklopft hat, sind sie noch lange nicht aus dem Berg.“
- „Der Bergwerksdirektor, ein Mann namens Helmut Landmann, und der örtliche Güterdirektor Hans Feyerabend weigerten sich, die Stollen zu öffnen.“
- Unser Stollen war mit Rosinen und kandierten Früchten im Teig gebacken.
- Die Stollen waren so stark abgenutzt, dass das Pferd kaum Halt hatte.
- Um den Rasen zu schonen, durften die Spieler keine Spikes tragen, sondern nur Stollen aus Plastik.
Synonyme für Stollen
Deklination
| Nominativ Singular | Stollen |
|---|---|
| Nominativ Plural | Stollen |
| Genitiv Singular | Stollens |
| Genitiv Plural | Stollen |
| Dativ Singular | Stollen |
| Dativ Plural | Stollen |
| Akkusativ Singular | Stollen |
| Akkusativ Plural | Stollen |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- mit Adjektiv: aromatischer / duftender / leckerer / süßer Stollen
- mit Verb: Stollen anbieten / backen / essen / kaufen / probieren / verschenken
- mit Substantiv: Dresdner Stollen
Herkunft
mittelhochdeutsch ', althochdeutsch ' „Pfosten, Stütze“, belegt seit dem 9. Jahrhundert, zur indogermanischen Wurzel *stel- „(auf)stellen; stehend, steif; Pfosten, Stamm“ und damit verwandt mit Stall (vergleiche griechisch ' „Säule, Pfosten“). Aus „tragende Stütze, Pfosten“ entwickelte sich die Bedeutung „unterirdischer Gang“ (13. Jahrhundert) heraus; die Bedeutung „Weihnachtsgebäck“ entstand aus einem Vergleich mit der klotzartigen Stütze (18. Jahrhundert).
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Reime auf Stollen
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