schwimmen
schwimmen (Verb) bedeutet: (intrans., sein) sich im Wasser aus eigener Kraft (durch Bewegung der Extremitäten) fortbewegen. Häufige Synonyme sind baden, paddeln, rinnen.
Bedeutung
- (intrans., sein) sich im Wasser aus eigener Kraft (durch Bewegung der Extremitäten) fortbewegen
- (intrans., sein, haben) sich zum Vergnügen, zur sportlichen Betätigung oder dergleichen im Wasser fortbewegen
- (intrans., sein) sich selbsttätig im Wasser irgendwohin bewegen
- (intrans., haben, Transportwesen) auf dem Wasserweg mithilfe eines Transportmittels irgendwohin bringen, schaffen
- (intrans., sein, haben) eine bestimmte Strecke selbsttätig im Wasser zurücklegen
- (intrans., trans., sein) Schwimmsport betreiben; an einem Schwimmwettkampf teilnehmen
- (intrans., trans., sein, haben) in einem Schwimmwettkampf mit einer bestimmten Zeit ins Ziel kommen
- (intrans., trans., sein, haben) in einem Schwimmwettkampf eine bestimmte Strecke (in einem bestimmten Stil) zurücklegen
Beispielsätze
- „Sie streichelten zwar ihre Strohhaare, bewegten Körper und Beine, als schwömmen sie in einem zähen Wasser, aber ihre Gesichter waren auch nicht zum Schein bei der Sache, die starrten, teils ängstlich, teils frech, zu den Gästen herauf.“
- „Wildenten schwammen weitab vom schützenden Schilfrand im See.“
- „Sein Schiff ist untergegangen, er schwimmt mitten auf dem Meer, weit und breit kein Mensch, der ihm hilft.“
- „Auf jeden Fall sollte man in einem Schwimmbecken mehr treiben als schwimmen, sich drehen und wenden, um die Wirbelsäule zu lockern.“
- „Corinna setzte den abgestrichenen Fisch in die Wanne, er schnellte nicht davon, ließ sich nicht auf den Grund sinken, sondern legte sich wie erschöpft auf die Seite, kippte ein wenig und schwamm bauchoben und hielt sich so bei schwachen Bewegungen der Brustflossen.“
- „Im Toten Meer brauchte man nicht zu schwimmen, das Wasser trug einen, man konnte sich einfach drauflegen und ein Buch lesen.“
Synonyme für schwimmen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | schwimme |
|---|---|
| Präsens_du | schwimmst |
| Präsens_er, sie, es | schwimmt |
| Präteritum_ich | schwamm |
| Präteritum_ich* | schwomm |
| Partizip II | geschwommen |
| Konjunktiv II_ich | schwämme |
| Konjunktiv II_ich* | schwömme |
| Imperativ Singular | schwimm |
| Imperativ Singular* | schwimme |
| Imperativ Plural | schwimmt |
| Hilfsverb | sein |
| Hilfsverb* | haben |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- auf einer Welle schwimmen
- (ugs.) den Fisch schwimmen lassen
- (ugs.) der Fisch muss schwimmen/der Fisch will schwimmen, Fisch muss schwimmen/Fisch will schwimmen
- eine Welle mehr, und du kannst schwimmen!
- frei im Raum schwimmen
- gut, nicht, schnell, schlecht, wie ein Fisch schwimmen können; schwimmen gehen, lernen; auf dem Rücken schwimmen; Fische schwimmen im Aquarium, Meer, Teich, Wasser; Enten, Gänse, Möwen, Schwäne schwimmen auf dem See, Wasser
- schwimmen gehen; um die Wette schwimmen; jemand ist/hat früher viel geschwommen
- ans Ufer, durch den Fluss, gegen die Strömung, mit dem Strom, über den See, zur Insel schwimmen; flussaufwärts, stromaufwärts schwimmen
- die Kohle wird auf Schiffe umgeladen und zum Kraftwerk geschwommen; die Schwimmkörper aus Beton wurden zu der Insel geschwommen; schwimmende Fracht
Herkunft
Es handelt sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Form ' *swemm-a- beziehungsweise *swimman zugrunde, auf das ebenfalls mittelniederdeutsches (stark und schwach) / / , mittelniederländisches , altfriesisches / , ' und , altenglisches , altnordisches / und , niederländisches , englisches ' sowie schwedisches ' zurückgehen. Das germanische Verb bildet zusammen mit seinem westgermanischen Kausativ (siehe die unter schwemmen genannten Formen), einigen ablautenden Wörtern (zum Beispiel mittelhochdeutsches ' ‚schwimmen‘, mundartlich norwegisches ' und ' ‚plätschern‘, sowie schwedisches ' ‚faseln‘, eigentlich ‚herumplätschern‘) und mit dem germanischen Suffix -sla- abgeleitetes gotisches ‚Teich‘ eine Wortgruppe, deren außergermanische Beziehungen nicht geklärt sind. Überhaupt ist die Herkunft des germanischen Verbs unklar. Das indoeuropäische Verb für schwimmen beruht auf die (erschlossene) indoeuropäische Form *snā-, die im Keltischen eine indoeuropäische Variante *snem- hat (vergleiche altirisches ' und kymrisches . Da aufeinanderfolgende m und n im Germanischen häufig dissimiliert werden, ist eine Herleitung von germanisch *swemm- aus indoeuropäisch *snem- nicht ausgeschlossen, wobei die Herkunft der Geminate jedoch unklar bleibt. Die Hauptbedeutung ‚sich im Wasser fortbewegen‘ gilt von Anfang an, und zwar ursprünglich nur vom Menschen, Bedeutung 16 im Sinne von ‚sich unsicher fühlen; den Text nicht beherrschen‘ ist theatersprachlich seit dem frühen 19. Jahrhundert bezeugt und beruht auf der Vorstellung, dass der Darsteller ‚keinen festen Boden unter den Füßen‘ mehr hat und ‚sich über Wasser halten‘ will, wobei er die fehlenden Wort durch schwimmartige Armbewegungen ersetzt. Im Sinne von ‚im Wissensstoff unsicher sein; kein sicheres Wissen besitzen‘ ist sie ab 1900 studenten- und schülersprachlich bezeugt. Bedeutung 17 und 18 sind ab 1920 bezeugt, wobei die Übertragung für Bedeutung 18 auf der Vorstellung fußt, dass man verzweifelte Schwimmbewegungen macht, um ‚sich über Wasser zu halten‘.
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Reime auf schwimmen
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Rang 2.466 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 4,38. Das ist solider Alltagswortschatz, den Muttersprachler mehrmals pro Woche verwenden. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.