reiten
reiten (Verb) bedeutet: (intrans., Hilfsverb sein, seltener, Hilfsverb haben) sich auf dem Rücken eines Reittieres (besonders eines Pferdes) befinden und sich mit dessen Hilfe fortbewegen. Häufige Synonyme sind besteigen.
Bedeutung
- (intrans., Hilfsverb sein, seltener, Hilfsverb haben) sich auf dem Rücken eines Reittieres (besonders eines Pferdes) befinden und sich mit dessen Hilfe fortbewegen
- (intrans., Hilfsverb sein oder haben) mit Reiten zubringen, durch Reiten zurücklegen
- (trans., Hilfsverb sein oder haben) auf einem Pferd absolvieren
- (trans., Hilfsverb haben) ein spezielles Reittier benutzen
- (trans., Hilfsverb haben) ein Tier durch Reiten in eine bestimmte Verfassung bringen
- (refl., unpers., Hilfsverb haben) sich unter bestimmten Umständen und Gegebenheiten in einer bestimmten Weise reiten lassen
- (mD, Hilfsverb haben) einen Teil des Körpers durch Reiten in eine bestimmte Verfassung bringen
- (trans., tlwva.) jemanden beherrschen
Beispielsätze
- Er ritt seit frühester Kindheit.
- Peter kann nicht gut reiten.
- Gestern habe ich drei Stunden geritten.
- Wir wollen heute 20 Kilometer weit reiten.
- Bald soll Susi ihr erstes Turnier reiten.
- Mohammed hat immer nur Kamele geritten.
Synonyme für reiten
Konjugation
| Präsens_ich | reite |
|---|---|
| Präsens_du | reitest |
| Präsens_er, sie, es | reitet |
| Präteritum_ich | ritt |
| Partizip II | geritten |
| Konjunktiv II_ich | ritte |
| Imperativ Singular | reit |
| Imperativ Singular* | reite |
| Imperativ Plural | reitet |
| Hilfsverb | sein |
| Hilfsverb* | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- auf seinen Prinzipien reiten
- den Amtsschimmel reiten
- den Pegasus reiten
- eine Attacke gegen jemanden reiten
- ein Steckenpferd reiten
- ein Pferd reiten, ein Ross reiten
Herkunft
Im 9. Jahrhundert existierte im Althochdeutschen das Verb rītan ‚reiten, fahren‘, welches vom mittelhochdeutschen rīten abgelöst wurde. Bedeutungsgleiche Wörter in anderen Sprachen sind das altenglische ' und das mittelniederdeutsche und mittelniederländische rīden; im heutigen Niederländisch existiert , im Englischen wird ' verwendet; darüber hinaus gehören das altnordische ' ‚hin und her bewegen, wanken, besiegen‘ und das schwedische ' ‚reiten‘ hierher. Alle diese Verbformen lassen sich mit dem altirischen rīadim oder rīadaim ‚ich fahre‘, dem ebenfalls altirischen dērīad ‚Zweigespann‘, dem kymrischen rhwydd-hau ‚beeilen‘ und dem gallisch-lateinischen rēda ‚Reisewagen mit vier Rädern‘ verbinden. Gemeinsam mit bereit und Reede sind sie auf das indoeuropäische *reidh- ‚fahren‘ zurückzuführen. Dies ist eine erweiterte Form der auch in den Wörtern rennen, rinnen, rieseln, Reise und Ernst enthaltenen indoeuropäischen Wurzel *er-, *or- oder *r- ‚erregen, sich in Bewegung versetzen‘. Was die Bedeutung angeht, so erfolgte die Beschränkung auf den heute üblichen Anwendungsbereich erst im Frühneuhochdeutschen.
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Reime auf reiten
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