das Pfand
Pfand (Substantiv) bedeutet: (Recht) Gegenstand eines Sicherungsgebers, welcher vorübergehend bei einem Nehmer verbleibt, als Sicherheit für etwas, das der Geber diesem Nehmer schuldet. Häufige Synonyme sind Einsatz, Sicherheit, Depot.
Bedeutung
- (Recht) Gegenstand eines Sicherungsgebers, welcher vorübergehend bei einem Nehmer verbleibt, als Sicherheit für etwas, das der Geber diesem Nehmer schuldet
- Geldbetrag, der bei Rückgabe eines geliehenen Leergutes erstattet wird
- (historisch, dichterisch) Gabe, Geisel als Bürgschaft
Beispielsätze
- „Die Kredite müssen auf Wunsch verlängert werden, die Pfänder dürfen nicht vor Ablauf von vier Monaten versteigert werden.“
- „Der Schmuck war ein Pfand, ein Pfand von einem Viehhändler für den Großvater, aus der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg, und der Händler hat das Pfand nicht eingelöst, und so hat es der Großvater mir vererbt.“
- „Manucci, der ebenfalls ein berufsmäßiger Gauner war, gab ihm kein Geld, machte ihn jedoch mit einem Mann bekannt, der ihm ohne Wucherzinsen Pfänder belehnte.“
- Nimm die Flaschen mit. Vom Pfand kannst du dir ein Eis kaufen.
- „Als er dafür die Königin Guenièvre als Pfand fordert, lässt sich Artus von Kex hierzu überreden.“
Synonyme für Pfand
Deklination
| Nominativ Singular 1 | Pfand |
|---|---|
| Nominativ Singular 2 | Pfand |
| Nominativ Plural | Pfänder |
| Genitiv Singular 1 | Pfands |
| Genitiv Singular 1* | Pfandes |
| Genitiv Singular 2 | Pfands |
| Genitiv Singular 2* | Pfandes |
| Genitiv Plural | Pfänder |
| Dativ Singular 1 | Pfand |
| Dativ Singular 1* | Pfande |
| Dativ Singular 2 | Pfand |
| Dativ Singular 2* | Pfande |
| Dativ Plural | Pfändern |
| Akkusativ Singular 1 | Pfand |
| Akkusativ Singular 2 | Pfand |
| Akkusativ Plural | Pfänder |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- eine Sache als Pfand bestellen, einbehalten, hinterlegen
- Pfand auslösen, Pfand bezahlen
Herkunft
seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittel- und althochdeutsch phant ‚genommenes Pfand, besitzloses Pfandrecht‘, im Gegensatz zu wetti (siehe Wette); vermutlich früh entlehnt aus lateinisch pondus ‚Gewicht, Gleichgewicht‘ (zu pendere ‚wägen‘ gebildet); das Pfand wurde also als ‚Gegengewicht‘ aufgefasst. Innersprachlicher Kognat: Pfennig.
Aussprache üben
Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.
Reime auf Pfand
Wie häufig ist „Pfand“?
Rang 10.090 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 3,48. Ein eher seltenes Wort, das in Fachtexten, Literatur oder gehobener Sprache vorkommt. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.