Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Hand

Substantiv, feminin[hant]HandTop 500 der häufigsten Wörter
Kurz erklärt

Hand (Substantiv) bedeutet: (Anatomie) Greiforgan bei Menschen und Affen. Häufige Synonyme sind Pfote, Kralle, Flosse.

Bedeutung als Substantiv (die)

  1. (Anatomie) Greiforgan bei Menschen und Affen
  2. (Fachsprache, sonst, Bedva.) Handschrift
  3. (Fußball, Sport) kurz für Handspiel
  4. (Kartenspiel) die in der Hand[1] gehaltenen Karten, insbesondere beim Skat: ein Spiel ohne den Skat aufzunehmen
  5. Seite (die rechte oder linke)

Beispielsätze

  • Sie reichten einander die Hand. Der Politiker schüttelte viele Hände. Er schlug sie mit der flachen Hand ins Gesicht. Es war so dunkel, dass man die Hand nicht vor den Augen sehen konnte.
  • „Die verfluchte Hand preßte und drückte und schloß sich weiter und weiter.“
  • „Fabiolas Hand zitterte, als sie zur Tastatur griff.“
  • „Ihre Hände streichelten die Aschenbecher, ihre Finger zeichneten Muster in die Staubschicht auf dem Tisch.“
  • „Er hatte noch immer beide Hände in den Jackentaschen.“
  • Luther wird im Grimmschen Wörterbuch wie folgt zitiert: „die leutchen müssen mehr als eine hand zu schreiben wissen“, desgleichen findet man Goethe: „er hatte sich eine flüchtige, leserliche hand erworben“.

Bedeutung als Substantiv (der/die)

  1. deutschsprachiger Nachname, Familienname

Beispielsätze

  • Frau Hand arbeitet als Präzisionswerkzeugmechanikerin.
  • Herr Hand legte den Fall ad acta.
  • Die Hands fliegen heute nach Antwerpen.

Bedeutung als Substantiv (das)

  1. Stadtteil von Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Beispielsätze

  • Hand liegt in Nordrhein-Westfalen.

Synonyme für Hand

PfoteKralleFlosseHandspielPrankeGreifhanddie rechte Hand: (die) Rechte, die linke Hand: (die) Linke, die geballte Hand: Faust, besonders raue Hände (stets im Plural): Waschfrauenhände, Hand eines Kindes (auch ironisch): Patschhändchen, besonders große Hand (auch ironisch): Pranke, Pratze, Schaufel, ironisch: Flosse, Griffel, Klaue, Patsche, Pfote, Tatze, künstlich hergestellter Arm mit Hand: GreifarmKlaue, Pfote, SauklaueHands, HandspielLamäng

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularHand
Nominativ PluralHände
Genitiv SingularHand
Genitiv PluralHände
Dativ SingularHand
Dativ PluralHänden
Akkusativ SingularHand
Akkusativ PluralHände

Wortfeld

Oberbegriffe

KörperteilSchreibart oder SchreibweiseFoulSkatausdruck

Unterbegriffe

Bruderhand, Damenhand, Feindeshand, Frauenhand, Freundeshand, Geisterhand, Hinterhand, Jungenhand, Kinderhand, Kusshand, Lieblingshand, Mädchenhand, Männerhand, Meisterhand, Menschenhand, Mörderhand, Oberhand, Patschhand, Rückhand, Schießhand, Schreibhand, Schwurhand, Segenshand, Tischlerhand, Totenhand, Treuhand, Vorhand, Waschfrauenhände, Vorderhandanatomisch/medizinisch: Affenhand, Fallhand, Flaggenhand, Flossenhand, Klauenhand, Krallenhand, Mittelhand, Predigerhand, Schlegelhand, Tatzenhand, ThalamushandMenschenaffenhandHinterhand

Redewendungen und typische Verbindungen

  • alle Hände voll zu tun haben; beide Hände voll zu tun haben
  • an jemandes Händen klebt Blut
  • auf den Händen sitzen
  • aus erster Hand
  • die Beine in die Hand nehmen
  • in Kombination mit einer Seitenangabe/ Richtungsangabe - die linke, rechte Hand; linker / rechter Hand; zur linken / rechten Hand
  • * in Kombination mit einem Adjektiv und dem Singular - eine breite / feingliedrige / fleischige / kleine / klobige / knöcherne / schlaffe / schmale / schwielige / tote / ungewaschene / weiche Hand
  • * in Kombination mit einem Adjektiv und dem Plural - eiskalte / feuchte / kalte / schmutzige, schweißige / warme Hände haben
  • * die Hand zur Faust ballen; die flache / hohle Hand; aus erster / zweiter Hand (haben); aus / von privater Hand haben; die Hand auf die Schulter legen; mit ruhiger / sicherer Hand arbeiten; mit zärtlicher / zarter Hand; bei der Arbeit eine ruhige / sichere Hand an den Tag legen / beweisen / haben / zeigen; mit der Hand herstellen; (noch) eine Hand frei haben; alle Hände voll zu tun haben; zur Abstimmung die Hand heben; (beschwörend) die Hände heben; Hände hoch(!) oder ich schieße!; jemand ergibt sich mit erhobenen Händen; (nimm die) Hände weg!; die Hände falten / sinken lassen / zum Gebet erheben; aus / vor Verzweiflung die Hände ringen; die Hände nach etwas / jemandem ausstrecken; (sich) die Hände / Hand geben / schütteln; jemandes Hand drücken / ergreifen; jemandem die Hand zur Versöhnung bieten / reichen; jemandem die Hand küssen; küss die Hand, gnä(dige) Frau!; (sich) die Hände abtrocknen / raufen / (vor Freude) reiben / waschen; beim Husten die Hand vor den Mund halten; die Hände in den Hosentaschen haben / in die Hosentaschen stecken; die Hände an die Hosennaht legen / nehmen; jemanden an die / bei der Hand nehmen

Herkunft

mittelhochdeutsch „hant“, althochdeutsch „hant“, germanisch *„handu-“ „Hand“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.