Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

das Band

Substantiv, neutrum[bant]BandTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

Band (Substantiv) bedeutet: dasjenige, was verbindet oder verknüpft. Häufige Synonyme sind Gruppe, Buch, Titel.

Bedeutung als Substantiv (das)

  1. dasjenige, was verbindet oder verknüpft
  2. zumeist aus einem bestimmten Gewebe/Stoff bestehendes längeres, schmales, streifenartiges Stück, das verwendet wird als Schmuck/Zierde, zur Verstärkung, zum Zusammenhalten und dergleichen Zwecke
  3. (ugs.) (übertr.) zu [2]: intime Freundin
  4. der unter [2] beschriebene Gewebe-/Stoff-Streifen als genormter Gegenstand, auf dem sich eine Einteilung in Zentimetern und Millimetern zum Messen von Längen befindet
  5. ein dem unter [2] beschriebenen Gewebe-/Stoff-Streifen ähnelnder, aus Baumwolle, Nylon® oder Seide bestehender und mit einem bestimmten Farbstoff getränkter Streifen, der in Schreibmaschinen eingelegt zur Anwendung kommt
  6. (Leichtathletik, Sport) der unter [2] beschriebene Gewebe-/Stoff-Streifen (zumeist von weißer Farbe), der über einer Ziellinie gespannt wird
  7. (Technik) ein dem unter [2] beschriebenen Gewebe-/Stoff-Streifen ähnelnder, aus Kunststoff bestehender Streifen mit magnetisierbarer Beschichtung, auf dem Informationen magnetisch aufgezeichnet und infolgedessen gespeichert werden können
  8. speziell: der (auf einer schmalen Spule aufgewickelte) unter [7] beschriebene Kunststoffstreifen, mithilfe dessen elektroakustische Medien (Schallwellen vor allem in Form von Musik oder Sprache) magnetisch aufgezeichnet und infolgedessen gespeichert werden können

Beispielsätze

  • Der Highway, ein Band aus Asphalt, verbindet die West- mit der Ostküste.
  • Die Frau trug Bänder im Haar.
  • „«Soll ich nach all diesen vielen Jahren jedesmal um Erlaubnis fragen, wenn ich mir einen Meter Band kaufen will?» «Ja, das ist meine Absicht», erwiderte er unerbittlich.“
  • „Viele Demonstranten trugen als Zeichen der Trauer für die in den Vortagen Getöteten Schwarz und darüber hinaus - als Zeichen für den angestrebten Wandel - noch grüne Bänder.“
  • „Heute trägt er ein gelbes Band um den Oberarm, weil er Ordner ist auf dem Trauermarsch der Kopten.“
  • „Frühling läßt sein blaues Band

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (zumeist größeres) gebundenes Buch
  2. einzelnes Buch, das Teil einer Buchreihe oder eines größeren Werks (Gesamtausgabe) oder gar einer Bibliothekssammlung ist

Beispielsätze

  • Seine Fotoreportagen und -dokumentationen sind bereits in mehreren Bänden erschienen.
  • „Der 200 Seiten starke Band stellt primär zwei Fragen: Welche Faszination und nachhaltigen Einflüsse sind von der westlichen Kultur auf die Orientalen ausgegangen, und hat die Beschäftigung mit der fremden Kultur sichtbare Spuren im Osten hinterlassen?“
  • „Der reich ausgestattete Band präsentiert nicht nur die Funde aus dem Römerlager und Außenposten, die teilweise bereits restauriert wurden, sondern bettet die Funde auch in die römisch-germanische Geschichte der Zeitenwende ein.“
  • „Dann holte er aus einem Schreibschrank, den er aufgeklappt ließ, einen in Leder gebundenen abgegriffenen Band hervor, den er vor Robert ausbreitete.“
  • „In der großen Bibliothek hätten sie gern die genaue Anzahl der Bände gewußt.“
  • Das Lexikon soll in 10 Bänden erscheinen.

Bedeutung als Substantiv (die)

  1. Gruppe von Musikern (besonders im Bereich des Jazz und der Rockmusik)

Beispielsätze

  • Die Band spielt Blues.
  • Mein Freund spielt seit drei Jahren in einer Band.
  • Viele Bands lösen sich nach ein paar Jahren wieder auf.
  • „Mehr als jede andere dieser Band ist ‚El Camino‘ eine groß gedachte Rock’n’Roll-Platte.“
  • „Er fand seinen Namen auf Dankeslisten von CD-Hüllen angesagter Bands wie Animal Collective, trat mit Talking-Heads-Mann David Byrne in New York auf und tauschte sich mit amerikanischen Wilden wie Beck und Devendra Banhart aus - deren Abenteuerlust ihn an seine jungen Jahre erinnerte.“
  • „Jeder beherrscht irgendein Instrument, und irgendwann schließen sich die Musiker zu Bands zusammen.“

Synonyme für Band

GruppeBuchTitelBrückeStreifenMediumEnsembleKapelleFormationLektüreSchinkenComboVerbindendes, Verbindung, Verknüpfendes, Verknüpfungalle Bibi, Biene, Blitzableiter, Dose, Flöte, Hühnchen, Ische/feste Ische, Loch, Matratze, Meise, Mieze, Miezekatze, Muschi, Ofen, Perle, Pflaume, Poppe/Puppe, Sofa, Thusnelda, Zahn

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularBand
Nominativ Plural 1Bänder
Nominativ Plural 2Bande
Genitiv SingularBandes
Genitiv Singular*Bands
Genitiv Plural 1Bänder
Genitiv Plural 2Bande
Dativ SingularBand
Dativ Singular*Bande
Dativ Plural 1Bändern
Dativ Plural 2Banden
Akkusativ SingularBand
Akkusativ Plural 1Bänder
Akkusativ Plural 2Bande

Wortfeld

Oberbegriffe

[7–7b] Datenträger, Magnetaufzeichnung

Unterbegriffe

AsphaltbandAbdeckband, Abklebeband, Absperrband, Armband, Atlasband, Baumwollband, Besatzband, Bindeband, Breitband, Bremsband, Bruchband, Couleurband, Dichtband, Dörrband, Eckenband, Eggenband, Ehrenband, Einfassband, Eisenband, Fassband, Felgenband, Filmband, Flatterband, Flechtband, Florband, Gängelband, Garbenband, Geschenkband, Glanzband, Grußband, Gummiband, Gurtband, Haarband, Halsband, Hatzband, Haubenband, Hutband, Isolierband, Kapitalband/Kaptalband, Kardenband, Klebeband, Kräuselband, Kreppband, Lautenband, Lederband, Leinenband, Lochband, Mäanderband, Metallband, Nagelband, Nahtband, Ordensband, Ortband, Paketband, Panzerband, Papierband, Perlenband, Reliefband, Ripsband, Rockband, Saatband, Sägeband, Samtband, Saumband, Scheibband, Schleifband, Schlüsselband, Schnürband, Schrägband, Schuhband, Schweißband, Seidenband, Spinnband, Spruchband, Stahlband, Stirnband, Strohband, Strumpfband, Sturmband, Taftband, Trauerband, Uhrarmband, Uhrband, Verschlussband, Wellenband, Wickelband, Zauberband, Zierband, Zopfband, ZugbandGewitterband, Möbiusband, WolkenbandEndlosbandLaufbandSpitzenband, Streifband

Redewendungen und typische Verbindungen

  • jemanden am Band halten
  • Arschlöcher auf ein Band gezogen
  • am fließenden Band, am laufenden Band
  • Mädchen vom Band
  • außer Rand und Band geraten, außer Rand und Band sein
  • ein Band aus Atlas, Kunststoff, Samt, Seide, Taft; ein bemaltes, breites, einfaches/schlichtes, glattes, schmales Band; bunte, goldene/goldne, seidene Bänder (zur Verzierung); ein Band als Gürtel, im Haar, um den Hut tragen; ein Band zur Schleife binden, knoten, schlingen; ein verknotetes Band; ein Band durchziehen, einziehen; x Meter Band kaufen
  • das gewundene, silberne Band des Flusses; das endlose, helle Band der Autobahn
  • [7–7b] ein Band abspielen, aufnehmen, bespielen, besprechen, löschen, überspielen, umspulen, zurücklaufen lassen; ein Band läuft/läuft ab; etwas (Diskussion, Rede, Sendung) auf Band aufnehmen/nehmen, mitschneiden; etwas (Meldung) auf Band sprechen; etwas (Musik) auf Band spielen; ein Band (in den Kassetten-, Videorekorder) einlegen
  • am (laufenden) Band arbeiten, stehen; ein neues Automodell auf Band legen

Herkunft

Bei dem Wort handelt es sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Form ' ‚Band, Fessel‘, wohingegen Gotisches ; altsächsisches ' und altenglisches ' auf anderen Ableitungen beruhen. Das Wort in dieser umgangssprachlichen Bedeutung ist seit 1930 bezeugt. Die Bedeutungsübertragung besteht darin, dass die weibliche Person der Gegenstand des „Anbändelns“ ist. Im Oberdeutschen des 19. Jahrhunderts war »Band« die abfällige Bezeichnung für eine weibliche Person.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.