nicken
nicken (Verb) bedeutet: (intrans.) (zur Bejahung, Zustimmung, als Geste des Verstehens, als Gruß oder dergleichen) den Kopf kurz hintereinander senken und heben.
Bedeutung als Verb
- (intrans.) (zur Bejahung, Zustimmung, als Geste des Verstehens, als Gruß oder dergleichen) den Kopf kurz hintereinander senken und heben
- (trans., geh.) etwas durch die unter [1] beschriebene Kopfbewegung ausdrücken
- (trans., Fußballjargon) (den Ball) mit der unter [1] beschriebenen Kopfbewegung irgendwohin köpfen
- (intrans.) (bei einigen Tieren, besonders Pferden) beim Gehen taktmäßig den Kopf senkend nach vorn strecken und hebend zurückziehen
- (intrans., Technik) (von Fahrzeugen) sich fortbewegen und dabei gleichzeitig um die horizontale Querachse pendeln
Beispielsätze
- Sie nickte nur, als man sie etwas fragte.
- „Ich faßte mir ein Herz und fragte geradezu, ob er von den Insurgenten sei. Er nickte.“
- bildlich: „Siehst du da oben das dünne Ausläuferchen mit seinen Blattknospen im Winde nicken?“
- „Er nickt dankbar zu allen erklärenden Einwürfen der Umstehenden, wischt sich über die Haare, tritt weg.“
- „‚Isses so weit?‘ fragte sie. Ich nickte bloß.“
- „Der nickte, wie er zuvor genickt hatte, wiederholte das Wörtchen Wranka, wie er auch die Namen der anderen Flißacken wiederholt hatte.“
Bedeutung als Verb
- (intrans., fam., bis, ugs.) (sitzend zwischendurch) im Schlummer liegen (wobei der Kopf nach vorn sinkt)
Beispielsätze
- Wie er da so vor dem Kamin in seinem Sessel saß, begann er zu nicken.
- „Der Caffee diente fuͤr einige Stunden zur Ermunterung; nach und nach aber ermattete das Spiel, das Geſpraͤch ging aus; die Mutter ſchlief im großen Seſſel; die Fremden von der Reiſe muͤde, nickten da und dort, Pylades und ſeine Schoͤne ſaßen in einer Ecke.“
Bedeutung als Verb
- (trans., Jägersprache) ein (bereits verletztes) Wild töten, indem man es ins Genick sticht oder schlägt
Beispielsätze
- „Der jagdbare Hirſch wird, wenn er nach dem Schuſſe zuſammenbricht (ſtürzt), oder wenn ihn die Hunde niederziehen, mit dem Hirſchfänger abgefangen, indem er dieſen durch die linke Bruſthöhle bis in die Herzkammer ſtößt; der ſchwächere, das Thier und das Kalb, genickt, indem man den Kopf nach vorwärts biegt, und den Nickfänger da, wo der Hirnſchädel mit dem erſten Halswirbel verbunden iſt, bis in das Gehirn hineindrückt.“
- „Nur die Hirſch-Arten werden genickt; das Schwarzwild wird hinter dem Blatte, oder in der Bruſthöhle abgefangen.“
Synonyme für nicken
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | nicke |
|---|---|
| Präsens_du | nickst |
| Präsens_er, sie, es | nickt |
| Präteritum_ich | nickte |
| Partizip II | genickt |
| Konjunktiv II_ich | nickte |
| Imperativ Singular | nick |
| Imperativ Singular* | nicke |
| Imperativ Plural | nickt |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- anerkennend, befriedigt, beifällig, entschieden, freudig, nachdenklich, verständnisvoll, zufrieden, zustimmend nicken; einmal, kurz, mehrmals, stumm nicken; grüßend nicken
- (jemandem) Beifall, Dank, Zustimmung nicken
- Pferde, Tauben nicken
- ein Auto, Flugzeug, Schiff nickt (leicht)
Herkunft
Bei dem über die mittelhochdeutsche Form ' (vergleiche mittelniederdeutsches , mittelniederländisches ' und niederländisches ') auf die seit dem 9. Jahrhundert bezeugten althochdeutschen Formen ' zurückgehenden Erbwort handelt es sich um eine Intensivbildung beziehungsweise um ein Kausativum mit Intensivgemination zu dem unter neigen dargestellten Verb und bedeutet demnach eigentlich ‚heftig oder wiederholt neigen‘ beziehungsweise ‚niedersinken machen, zur Verneigung bringen (als Zeichen der Unterwerfung)‘. In früher Zeit findet sich das Verb in (vielfach übertragener) Verwendung, ausgehend von ‚transitiv: jemandem niederbeugen, niederdrücken; intransitiv: sich niederbeugen, niedersinken‘ zum Beispiel in den sowohl im Alt- als auch im Mittelhochdeutschen bezeugten Bedeutungen ‚beugen, niederbeugen; niederdrücken; abweichen‘ sowie ‚(durch Körper- beziehungsweise Kopfbewegung) sich hinneigen, sich neigen; zustimmen; zuerkennen‘ (vergleiche auch althochdeutsches ' und ' ‚erdrücken; übertölpeln; überwältigen; verbergen‘ und daraus hervorgegangenes mittelhochdeutsches ' ‚(sich) beugen; niederdrücken‘; althochdeutsches ' und ' ‚jemandem etwas antun; hart bedrücken; überwältigen‘ und daraus hervorgegangenes mittelhochdeutsches ' ‚(sich) neigen; sinken; demütigen‘; althochdeutsches ' und ' ‚vernichten, zerstören; vereiteln‘ und daraus hervorgegangenes mittelhochdeutsches ' ‚herabbeugen; unterdrücken; demütigen‘; althochdeutsches ' und ' ‚sich niederlassen; niederkauern; senken‘ sowie althochdeutsches ' und ' ‚zusammenziehen; niederdrücken; übertölpeln‘). Im Frühneuhochdeutschen schwächt sich diese Bedeutungsvielfalt ab.
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Reime auf nicken
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