die Miete
Miete (Substantiv) bedeutet: das zu zahlende Entgelt für die (zeitweilige) Nutzung beziehungsweise Überlassung bestimmter Einrichtungen (vor allem Wohnungen oder Ähnlichem), Gegenständen oder (veraltet) Dienstleistungen. Häufige Synonyme sind Bunker, Pacht, Mietpreis.
Bedeutung als Substantiv (die)
- das zu zahlende Entgelt für die (zeitweilige) Nutzung beziehungsweise Überlassung bestimmter Einrichtungen (vor allem Wohnungen oder Ähnlichem), Gegenständen oder (veraltet) Dienstleistungen
- ohne Plural: entgeltliche (zeitweilige) Nutzung beziehungsweise Überlassung des Gebrauchs einer Einrichtung, eines Gegenstandes oder (veraltet) einer Dienstleistung
Beispielsätze
- Wir zahlen monatlich 1200 Euro Miete.
- Die Miete für diese Wohnung beträgt 750 Euro.
- „Der Grund und Boden der Großstädte, namentlich Londons, gehört einigen Lords, die aus den überfüllten Häusern der Lumpenviertel höhere Mieten herausschlagen als aus den Palästen der feinsten Stadtteile. Denn hier wohnen ja auf jedem Acre hundertmal mehr Menschen als in den vornehmen Gegenden, die Instandhaltung der jämmerlichen Baracken kostet fast nichts, und die Mieten sind unverschämt hoch. Was diese Elenden mit Kohlenladen, Lumpensammeln, Streichhölzchenverkauf, Stehlen und Huren mühselig zusammenkratzen, davon nimmt der Landlord den größten Teil hinweg als Miete für die Schmutzlöcher, in denen sie hausen.“
- „So habe sie eine Bekannte gehabt, bei der hätten nur Huren gewohnt, doch die wären peinlich pünktlich mit der Miete gewesen und hätten die Möbel schon sehr geschont, sauber und akkurat.“
- „Die Mieten steigen ständig.“
- „Die Miete konnte er sich auch leisten.“
Bedeutung als Substantiv (die)
- (Insekten) eine Milbe
Beispielsätze
- Im Zimmer sind Mieten.
Bedeutung als Substantiv (die)
- Stapel von Feldfrüchten oder dergleichen, der winters als Schutz vor ungünstiger Witterung, vor allem als Frostschutz, in einer flachen, hoch mit Erde und Stroh bedeckten Grube angelegt wird
- großer Haufen von Heu, Stroh, Getreide oder Holz, der im Freien in Schichten übereinandergelegt wird
- zusammengerechter beziehungsweise aufgeschichteter Haufen von Heu
Beispielsätze
- „‚Ende November schon?‘ ‚Später kommt mir der Frost in die Mieten, wenn ich sie noch einmal öffne.‘“
- „Nicht zu ersetzen sind demgegenüber
- – Schäden an Rüben- oder Kartoffelmieten, Rundballen, die auf dem Feld gelagert werden, oder an Silagehaufen, da mit der Einlagerung, z.B. in der Miete, die Früchte eingeerntet sind;[…]“
- „Die Grundherren haben sich geweigert, mehr als eine Scheune auf der Farm zu bauen, die Pächter gewannen allmählich reichere Ernten, — sie mußten das Getreide in Mieten setzen.“
- „Wir mußten lernen, den Torf in gleichmäßigen Stücken zu stechen, also gerade, nicht schräg, damit wir aus den Stücken nachher Mieten setzen konnten, die hielten, ähnlich Holzmieten aus gespaltenem Holz. Das Bauen der Mieten war ebenfalls eine komplizierte Arbeit, schwer zu lernen.“
Synonyme für Miete
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Miete |
|---|---|
| Nominativ Plural | Mieten |
| Genitiv Singular | Miete |
| Genitiv Plural | Mieten |
| Dativ Singular | Miete |
| Dativ Plural | Mieten |
| Akkusativ Singular | Miete |
| Akkusativ Plural | Mieten |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- die halbe Miete sein
- die halbe Miete
- kalte Miete
- warme Miete
- da wird die Miete mit der Pistole kassiert
- eine hohe Miete, eine niedrige Miete, eine überhöhte Miete, eine unerschwingliche Miete (); die fällige Miete, die rückständige Miete; die Miete bezahlen, die Miete kürzen, die Miete schuldig bleiben, die Miete überweisen, die Miete vorauszahlen, die Miete zahlen; die Miete eintreiben, die Miete kassieren, die Miete stunden; die Miete ist fällig, die Miete ist gestiegen; die Miete (für ein Geschäft) läuft weiter; die Mieten klettern, die Mieten wurden erhöht; etwas (ein Haus) wirft eine gute Miete ab
- (bei jemandem) in/zur Miete wohnen, (in der Stadt) zur Miete wohnen; jemanden/etwas in Miete haben; Kauf ist vorteilhafter als Miete
Herkunft
Es handelt sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Form ',Lohn, Geschenk‘ lautete, die in mittelhochdeutscher Zeit die Formen ' und ', beide ,Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung‘, ergaben (vergleiche altsächsisch ', mittelniederdeutsch '). All diese Formen entstammen mit Verlust der Spirans (Schwund des -z-) unter Ersatzdehnung der (nicht belegten, aber rekonstruierten) germanischen Form *mizdō ,Lohn, Bezahlung‘. Die gleiche Entwicklung besteht in altenglischem ' (vergleiche veraltetes poetisches neuenglisches '), während gotisches und altenglisches ' den erhaltenen oder in -r- übergegangenen alten stimmhaften Spirans vor stimmhaftem Konsonanten bewahren. Die altgermanische Form geht mit verwandten Formen – wie altgriechischem }} ,Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn‘, altindischem sowie ,Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn‘, altkirchenslawischem ,Lohn‘ (vergleiche veraltetes russisch ,Lohn, Entgelt, Belohnung‘) – auf die (nicht belegte, aber rekonstruierte) indoeuropäischen Formen *mizdʰo-, *mizdʰó-s und *mizdʰā ,Bezahlung, Lohn, Sold‘ (wobei die germanischen Feminina allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten sind) zurück. Diese indoeuropäischen Formen gehören vermutlich zu einem (erschlossenen) schwundstufigen s-Stamm *meios- ,Tausch‘ (siehe »Meineid«) und (erschlossenem) *dʰē- ,setzen‘ (siehe »tun«) und kann also als ,Tausch-Setzung‘ verstanden werden. Persisch mozd (مزد), Lohn
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Reime auf Miete
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