die Miene
Miene (Substantiv) bedeutet: Gesichtszüge als situativer Wesens- beziehungsweise Gemütsausdruck. Häufige Synonyme sind Gesichtsausdruck, Mimik, Mienenspiel.
Bedeutung
- Gesichtszüge als situativer Wesens- beziehungsweise Gemütsausdruck
- [a] bewusst hervorhebend
- [b] (Plural) unbewusst einsetzend
- äußere Erscheinung, mit besonderer Betonung des Gesichts
- [a] Miene machen, etwas zu tun: sich anschicken, etwas zu tun; erscheinen, (ganz) so aussehen, als ob, (gehoben) sich das Aussehen geben; (abwertend) es nötig haben, etwas zu tun
- [b] Miene machen: sich aufgebracht, erbost, unwillig gebärden
Beispielsätze
- Ihre Miene war voller Abscheu.
- „Mit ihrer heiteren unschuldigen Miene, ihrer Schüchternheit und ihrer Treuherzigkeit war sie imstande, die gewiegtesten Griechen zu übertölpeln.“
- In seinen Mienen malte sich Entsetzen.
- „Sofort hellte sich seine Miene auf, und er grinste mich an.“
- „Des Jünglings Miene verriet nun doch beträchtlichen Schrecken.“
- „Dávilas Miene verriet Erstaunen, vielleicht sogar Verärgerung.“
Synonyme für Miene
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Miene |
|---|---|
| Nominativ Plural | Mienen |
| Genitiv Singular | Miene |
| Genitiv Plural | Mienen |
| Dativ Singular | Miene |
| Dativ Plural | Mienen |
| Akkusativ Singular | Miene |
| Akkusativ Plural | Mienen |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- gute Miene zum bösen Spiel machen
- Miene machen, etwas zu tun
- keine Miene machen
- keine Miene verziehen
- ohne eine Miene zu verziehen
- eine achtsame Miene, amtliche Miene, eine andächtige Miene, eine aufrichtige Miene, eine beherzte Miene, eine drohende Miene, düstere Miene, eine ehrerbietige Miene, eine ernste Miene, eine feierliche Miene, eine finstere Miene, eine freundliche Miene, eine frohe Miene, eine gleichgültige Miene, eine heitere Miene, eine höhnische Miene, eine kalte Miene, eine kritische Miene, eine nachdenkliche Miene, eine saure Miene, eine sorgenlose Miene, eine spöttische Miene, eine stolze Miene, eine strahlende Miene, eine strenge Miene, eine unbewegte Miene, eine verächtliche Miene, eine verschlossene Miene; eine Miene aufsetzen, eine Miene machen, eine Miene ziehen, jemandes Miene verdüstert sich, jemandes Miene hellt sich auf, jemandes Miene wirkt gespannt, jemandes Miene wirkt erstarrt
- in Mienen spielen, in Mienen sprechen
- keine Miene machen zu gehen, keine Miene machen, aufzubrechen, niemand macht eine Miene, zu antworten, niemand macht eine Miene, sich zu erheben
Herkunft
im 17. Jahrhundert aus dem Französischen mine entlehnt, welches seinerseits im 15. Jahrhundert vermutlich dem Bretonischen min „Schnabel, Schnauze“ entnommen wurde; anfänglich noch in französischer Schreibweise mine oder seltener in lateinisierter Form mina in der allgemeineren Bedeutung von „Gebärde“; ab Mitte des 17. Jhds. schon mit einem Dehnungs-ie bezeugt französische Lehnübersetzung von faire mine „so tun, als ob“
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Reime auf Miene
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