Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Kren

Substantiv, maskulin[kʁeːn]KrenSeltenes Wort · Rang 28.781
Kurz erklärt

Kren (Substantiv) bedeutet: (österr., süddeutsch, Botanik) Meerrettich (Armoracia rusticana). Häufige Synonyme sind Meerrettich.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (österr., süddeutsch, Botanik) Meerrettich (Armoracia rusticana)
  2. (ugs.) eine einfältige männliche Person; eine männliche Person, die leicht dummdreist zu überlisten ist; eine männliche Person, die betrogen wurde
  3. (ugs.) Sucht, anderen zu gefallen; Prahlerei

Beispielsätze

  • Nicht jeder mag Kren gerne essen.
  • „Ebenso haben wir Kren, geschnitten oder gerieben, dazu verwendet. Der Kren wurden den Kindern auf die Füße und die Hände gelegt.“
  • „Bei Fieber haben wir uns oder den Kindern Krenketten umgehängt. Für diese Ketten schneidet man den Kren in Scheiben.“
  • „Kulinarisch gesehen trieb die Liaison von Kren und Rindfleisch die köstlichsten Blüten: Semmelkren, Oberskren, Mandelkren, Mostkren, Suppenkren, Schnittlauchkren, Erdäpfelkren, Knoblauchkren, Apfelkren, Eierkren, grüner Kren.“

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (ugs.) eine Person, die für etwas Geld gibt oder sich an etwas finanziell beteiligt; Person, die einem anderen freigebig Geld schenkt

Beispielsätze

  • „»Du, Peter, schau', i hab' an Kren (reichen Mann) am Semmering sitzen, der jetzt aber seit einiger Zeit ›nachläßt‹.[…]«“

Synonyme für Kren

MeerrettichDummer, Dummkopf; BetrogenerGefallsucht; Großsprecherei

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularKren
Genitiv SingularKrens
Genitiv Singular*Krenes
Dativ SingularKren
Akkusativ SingularKren

Wortfeld

Oberbegriffe

Kreuzblütler, Löffelkraut, Nutzpflanze, RettichMann, männliche Person

Unterbegriffe

Apfelkren, Eierkren, Erdäpfelkren, Knoblauchkren, Mandelkren, Mostkren, österreichisch: Oberskren, Schnittlauchkren, Semmelkren, Suppenkren

Redewendungen und typische Verbindungen

  • österreichisch umgangssprachlich: zu etwas seinen Kren geben
  • umgangssprachlich: in alles seinen Kren reiben
  • österreichisch, südostdeutsch umgangssprachlich: einen Kren haben
  • österreichisch umgangssprachlich: einen Kren reißen
  • umgangssprachlich: sich einen Kren geben
  • Maliner Kren

Herkunft

Es handelt sich um ein seit dem 12. Jahrhundert bezeugtes Erbwort aus den mittelhochdeutschen Formen , ' und , welche aus dem Slawischen entlehnt wurden. Der genaue Weg ins Deutsche scheint nicht eindeutig geklärt zu sein. Der »Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache« sieht einen der Ausgangspunkte des Wortes im Sorbischen. Ebenso vermutet das »Variantenwörterbuch des Deutschen« eine Entlehnung über das Tschechische oder Sorbische. Das Wort ist gemeinslawisch bezeugt, kroatisch ', niedersorbisch ', obersorbisch ' (laut Kluge in der Form ', serbokroatisch ', slowenisch '. Das Wort ist in dieser Bedeutung seit 1900 bezeugt. Es gelangte über das Österreichische in die Umgangssprache.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.