der Hinterhalt
Hinterhalt (Substantiv) bedeutet: Versteck, von dem aus man jemandem (zumeist einen Gegner, in feindlicher Absicht) auflauert, um diesen überraschend (eigentlich hinterrücks) anzugreifen. Häufige Synonyme sind Falle, Überfall.
Bedeutung
- Versteck, von dem aus man jemandem (zumeist einen Gegner, in feindlicher Absicht) auflauert, um diesen überraschend (eigentlich hinterrücks) anzugreifen
- Ort, an dem jemand von einem oder mehreren Anderen, die aus dem Versteck urplötzlich und unerwartet hervorbrechen, überfallen wird
- jemandes Art und Weise beziehungsweise Verhalten, sich im Hintergrund zu halten
- feste (moralische) Unterstützung
- einer Äußerung, Handlung zugrunde liegende/r, heimliche/r (arglistige/r) Absicht/Gedanke, die/der nicht ausgesprochen wird
Beispielsätze
- „Beim Herausbrechen aus dem Hinterhalt waren zwei Reiter aneinander gerannt, wobei der eine von seinem Gaule herunterfiel und das ledige Roß in die Feinde hineinlief, bis es, von Pfeilen getroffen, zurückgejagt kam.“
- im übertragenen Sinne: „Von hier aus lassen sich die eben eingetretenen Besucher aus dem Hinterhalt beobachten.“
- „Die vier Mordgesellen hatten unterdessen den Hinterhalt verlassen, blieben aber noch im Schutze des in das Thal hineinragenden Strauchwerkes.“
- „Sie lagen im Hinterhalt ausserhalb der Stadt, während sich dort der Angriff auf die Baalanhänger im Tempel dieses Gottes abspielte.“
- „Das wohl spektakulärste Attentat war das auf den Polizeichef General Carlo Alberto Dalla Chiesa, der 1982 mitten in Palermo aus dem Hinterhalt überfallen wurde.“
- „Am Abend des 30. Mai 2003 geriet der Autokonvoi der NLD am Ausgang des Dorfes Tabayin, auf der Straße nach Mandalay in einen Hinterhalt.“
Synonyme für Hinterhalt
Deklination
| Nominativ Singular | Hinterhalt |
|---|---|
| Nominativ Plural | Hinterhalte |
| Genitiv Singular | Hinterhalts |
| Genitiv Singular* | Hinterhaltes |
| Genitiv Plural | Hinterhalte |
| Dativ Singular | Hinterhalt |
| Dativ Singular* | Hinterhalte |
| Dativ Plural | Hinterhalten |
| Akkusativ Singular | Hinterhalt |
| Akkusativ Plural | Hinterhalte |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- jemanden aus dem Hinterhalt zerreißen
- Sport: aus dem Hinterhalt
- Sport: im Hinterhalt
- [2] im Hinterhalt haben
- [2] aus dem Hinterhalt pupen
- (jemanden, den Gegner und so weiter) aus dem (sicheren) Hinterhalt beobachten / erschießen / töten / überfallen; (jemand, ein Trupp und so weiter) bricht aus dem Hinterhalt hervor; im Hinterhalt lauern / liegen / stecken; (jemanden) aus seinem Hinterhalt herauslocken; aus dem Hinterhalt schießen; sich in den / einen Hinterhalt legen; Angriff / (feiger) Anschlag / Schüsse / Überfall aus dem Hinterhalt
- in einen Hinterhalt fallen / geraten; jemanden in einen Hinterhalt locken
Herkunft
Es handelt sich um ein Erbwort, das bereits im mittelhochdeutschen ' ‚Versteck, Auflauerung; Rückhalt, Stütze‘ bezeugt ist. Im Frühneuhochdeutschen besaß es die Bedeutung ‚Truppenreserve, Stütze, Rückhalt‘ (15. Jahrhundert). Für das Neuhochdeutsche sind ‚Versteck, von dem aus man einem Gegner auflauert, ihn überraschend (eigentlich von hinten) angreift; Falle‘ (16. Jahrhundert) sowie etwas später im übertragenen Sinne ‚heimlicher Vorbehalt‘ (17. Jahrhundert) belegt.
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Reime auf Hinterhalt
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