hängen
hängen (Verb) bedeutet: (trans.) an einem festen Punkt (durch das Eigengewicht nach unten baumelnd) befestigen. Häufige Synonyme sind aufhängen, baumeln, erhängen.
Bedeutung als Verb
- (trans.) an einem festen Punkt (durch das Eigengewicht nach unten baumelnd) befestigen
- (trans.) durch Erhängen töten
Beispielsätze
- Ich hänge die Lampe zwischen die zwei Bilder.
- Ich hängte die Lampe an einen Haken am Türpfosten.
- „Während man jedoch beim Segelfliegen in einem kleinen Cockpit hockt, beim Gleitschirmfliegen in einem Sitz schaukelt, hängt der Drachenflieger unter der Tragfläche, Kopf voraus.“
- Der Henker hängte den Dieb.
- Von nun an kann er einerseits ganz legal diejenigen verfolgen und töten, die ihn hängen wollten, andererseits wird er vom Richter verpflichtet, sich für Recht und Gesetz einzusetzen.
Bedeutung als Verb
- (intrans.) an einem festen Punkt [wegen des Eigengewichts] nach unten baumelnd befestigt sein
- (intrans.) sehr gern haben, nicht auf die Person/Sache verzichten wollen
- (intrans., umgangssprachlich) keine Fortschritte [mehr] machen, nicht weitergehen
Beispielsätze
- Die Lampe hängt zwischen den zwei Bildern.
- Die Lampe hing am Balken im Stall.
- [Schlagzeile:] „Energiepreise zu hoch: Apfelbauern lassen viele Äpfel hängen“
- Der Mörder hing am Galgen.
- Siehst du, so haben wir an dir gehangen, und dafür willst du uns schon nach ein paar Tagen den Rücken kehren!
- „Er ist an dir gehangen, wie selten ein Sohn an seiner Mutter hängt.“
Synonyme für hängen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | hänge |
|---|---|
| Präsens_du | hängst |
| Präsens_er, sie, es | hängt |
| Präteritum_ich | hängte |
| Partizip II | gehängt |
| Konjunktiv II_ich | hängte |
| Imperativ Singular | hänge |
| Imperativ Singular* | häng |
| Imperativ Plural | hängt |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- die Flügel hängen lassen/die Ohren hängen lassen
- die Wurst hoch hängen
- etwas an den Haken hängen / etwas an den Nagel hängen
- etwas an die große Glocke hängen
- mit Hängen und Würgen — mit Mühe, mit Hängenbleiben unterwegs, mit letzter Kraft
- an die Wand hängen, auf einen Haken hängen, über den Eingang hängen, unter die Decke hängen, zwischen etwas hängen
Herkunft
Die Entwicklung ist durch Koexistenz und Interferenz mit mehreren verwandten Verben charakterisiert: Mittelhochdeutsch hāhen (stark konjugiert) „aufhängen, henken; sich festhalten; hängen (intransitiv)“, hangen (schwach konjugiert) „hängen (transitiv), hängen (intransitiv)“, hengen (schwach konjugiert) „[die Zügel] hängen lassen (transitiv); nachjagen, nachstreben; geschehen lassen, gestatten, nachgeben“, henken (schwach konjugiert) „(auf-)hängen“; althochdeutsch hāhan (stark konjugiert) „aufhängen, kreuzigen“, hangēn (schwach konjugiert) „hängen (intransitiv)“, hengen (schwach konjugiert) „erlauben, gestatten, zulassen; denken, gehorchen; lenken“, henken (schwach konjugiert) „(auf-)hängen“; germanisch *hanh-a- (stark konjugiert), hang-ǣ- und hang-eja- (schwach konjugiert). Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt. Die heutige standardsprachliche Verteilung, dass das transitive Verb schwach, das intransitive aber stark konjugiert wird, hat sich erst im 19. Jahrhundert herausgebildet. Umgangssprachlich werden aber auch heute noch nicht selten die starken Formen auch bei transitivem Gebrauch verwendet.
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Reime auf hängen
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