geil
geil (Adjektiv) bedeutet: (salopp) auf sexuelle Weise erregt, sexuell fordernd, jemanden sexuell attraktiv findend. Häufige Synonyme sind stark, her, super.
Bedeutung
- (salopp) auf sexuelle Weise erregt, sexuell fordernd, jemanden sexuell attraktiv findend
- (umgangssprachlich) ganz hervorragend
- (Botanik) wegen Konkurrenzdrucks von den Seiten her überschnell nach oben wachsend, ungesund üppig wuchernd, stark bewachsen
- (Landwirtschaft) fett, (zu) stark gedüngt
- (bairisch, österreichisch, ugs.) üppig, auch übertrieben fett oder süß
Beispielsätze
- Petra ist geil auf Martin.
- „Sie war ein geiles Mädchen, auch lachte sie gern, aber sie war ja doch eine ernsthafte Person.“
- „Er fühlte sich auf eine unverschämte Weise geil.“
- „Da Simen Tjing die sinnliche Erregbarkeit der sechsten Wang bereits kannte, suchte er sie ganz besonders geil zu machen.“
- Martin hat eine geile Jacke an.
- Die geilen Triebe der Pflanze müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Synonyme für geil
Gegenteil
Steigerung
| Positiv | geil |
|---|---|
| Komparativ | geiler |
| Superlativ | geilsten |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- geiler Bock, geile Sau (in der Regel als sexistische Äußerungen verstanden)
- geile Triebe
Herkunft
mittelhochdeutsch ', althochdeutsch ', germanisch *' „lüstern, lustig“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt. Die Grundbedeutung des Wortes findet sich bereits im Althochdeutschen . Damals war das Wort »geil« vor allem auf die Natur gemünzt, wovon noch die „Geilstelle“ erzählt – Wiesenflecken zum Beispiel, die besonders dicht und grün bewachsen sind. Verwandte Worte gibt es in vielen germanischen sowie einigen baltischen Sprachen, wobei die Bedeutungen erheblich variieren. So beispielsweise altenglisch ' (lustig, lüstern), altnordisch ' (schön), gotisch (erfreuen), lettisch ' (wollüstig) und litauisch ' (beißend, scharf). Eine einheitliche zu Grunde liegende Form ist umstritten. Diskutiert wird aber die Ableitung aus einer indogermanischen Wurzel *ghei- mit der Grundbedeutung »begehren, verlangen«, aus der sich auch Geier und Geiz ableiten ließen.
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