fressen
fressen (Verb) bedeutet: (trans., intrans.) feste Nahrung einnehmen. Häufige Synonyme sind essen, einnehmen, speisen.
Bedeutung
- (trans., intrans.) feste Nahrung einnehmen
- (trans., intrans.) etwas als Nahrung dem Körper zuführen, als Nahrung verbrauchen
- (trans., intrans.) etwas durch das Einnehmen fester Nahrung in einen bestimmten Zustand bringen
- (trans., umgangssprachlich, übertragen) durch das Einnehmen fester Nahrung erzeugen
- (trans., regelmäßig) (eine nicht näher bezeichnete Menge von etwas) aufbrauchen; einen überdurchschnittlichen Energiebedarf haben
- (trans., gehoben) mit zerstörerischer Gewalt aufzehren
- (trans.) etwas beschädigen, zersetzen und somit langsam zerstören
- (refl.) auf eine gleichmäßig und stetig (stark) beschädigende Art und Weise in etwas ein- und vordringen beziehungsweise durch etwas hindurchdringen
Beispielsätze
- Der Spatz fraß mir aus der Hand.
- Er frisst wie ein Schwein.
- Die Katze frisst eine Maus.
- „Hoppe, hoppe, Reiter, wenn er fällt, dann schreit er. Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben. Fällt er in die Hecken, fressen ihn die Schnecken. Fällt er in den Sumpf, macht der Reiter: plumps!“
- Die Menschen wollen endlich etwas zu fressen haben, verdammt nochmal!
- Sie sah ihn an, als wollte sie ihn fressen.
Synonyme für fressen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | fresse |
|---|---|
| Präsens_du | frisst |
| Präsens_er, sie, es | frisst |
| Präteritum_ich | fraß |
| Partizip II | gefressen |
| Konjunktiv II_ich | fräße |
| Imperativ Singular | friss |
| Imperativ Plural | fresst |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- fressen oder gefressen werden
- (umgangssprachlich, im übertragenen Sinne, bildlich) Friss, Vogel, oder stirb! oder oft auch verkürzt Friss oder stirb! – man ist gezwungen auf diese oder jene Art und Weise etwas zu akzeptieren, zu entscheiden; jemandem bleibt keine andere Wahl
- (salopp) fressen wie ein Scheunendrescher
- (umgangssprachlich, bildlich) jemandem aus der Hand fressen – jemandem so demütig zugeneigt sein oder jemandem derart innerlich verfallen sein, dass man zwangsläufig mit diesem jemand in einem an Hörigkeit beziehungsweise Devotion ähnelnden Verhältnis steht
- (umgangssprachlich, scherzhaft) jemandem die Haare vom Kopf fressen – auf jemandes Kosten sehr viel essen; jemanden ausnehmen
- sich dick und rund fressen, sich fett fressen, sich (buchstäblich) krank fressen, sich kugelrund fressen, sich toll und voll fressen
- kahl fressen, leer fressen
Herkunft
Kompositum aus dem Präfix ver- und dem Verb essen; bezeugt in den mittelhochdeutschen Formen vereʒʒen, vreʒʒen und veretzen, vretzen, die ihrerseits den althochdeutschen Formen fireʒʒan, freʒʒan „aufessen, verschlingen, verzehren, wegessen; verprassen“ und fireʒʒen, freʒʒen „abweiden, sättigen, verzehren, zerstören“ entstammen; ebenso im Germanischen *faretan, *fraetan und im Gotischen fraitan belegt; etymologisch verwandt mit angelsächsisch und altenglisch fretan, altfriesisch *freta sowie niederländisch vreten und schwedisch frossa „schlemmen“
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