Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

brandmarken

Verb[ˈbʁantˌmaʁkn̩]brand · mar · kenSeltenes Wort · Rang 26.962
Kurz erklärt

brandmarken (Verb) bedeutet: jemanden öffentlich bloßstellen, anprangern, heftig kritisieren. Häufige Synonyme sind abstempeln, stereotypisieren.

Bedeutung

  1. jemanden öffentlich bloßstellen, anprangern, heftig kritisieren
  2. (trans.), historisch: jemandem mit dem Brandeisen ein Zeichen, meist auf die Stirn, als Strafe einbrennen

Beispielsätze

  • Ronald Reagan brandmarkte in den 1980er-Jahren die „Sozialschmarotzer“ – und seither trägt die staatliche Lebensmittelhilfe, die per Kreditkarte in Supermärkten eingelöst wird, ein soziales Stigma.
  • Das US-Repräsentantenhaus wird voraussichtlich am Mittwoch über eine Gesetzesvorlage abstimmen, die künstlich niedrig gehaltene Wechselkurse kritisiert und als Export-Subvention brandmarkt.
  • Die Regierung wehrte sich vor dem Treffen gegen den Vorwurf, sie wolle wegen der Ausschreitungen in der Bretagne einzelne Volksgruppen wie die Roma brandmarken.
  • Die Taxe für den Nürnberger Nachrichter, eine Person zu brandmarken, wurde mit 5 Gulden festgelegt.
  • » …; ich gab ihr mein Vermögen, ich gab ihr meine Hand, und eines Tages entdeckte ich, daß diese Frau gebrandmarkt war. Diese Frau trägt an der linken Schulter das Brandmal einer Lilie.«
  • Er ward von der Jury oder den zwölf Geschwornen gerichtet, und sie erklärten ihn für guilty of Manslaughter, oder des unvorsätzlichen Todschlages schuldig, worauf er mit einem kalten Eisen in die Hand gebrandmarkt wurde, welches Recht der Adel und die Geistlichkeit vor andern Mördern voraus hat.

Synonyme für brandmarken

abstempelnstereotypisierenanprangern, bloßstellen, denunzieren, geißeln, outen, stigmatisierenzum Übeltäter stempeln

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

bejubeln, loben, verheimlichen, vertuschen, unter den Teppich kehrenverschonen

Konjugation

Präsens_ichbrandmarke
Präsens_dubrandmarkst
Präsens_er, sie, esbrandmarkt
Präteritum_ichbrandmarkte
Partizip IIgebrandmarkt
Konjunktiv II_ichbrandmarkte
Imperativ Singularbrandmarke
Imperativ Pluralbrandmarkt
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Oberbegriffe

kritisieren, informierenbestrafen

Redewendungen und typische Verbindungen

  • ein Verbrechen brandmarken; Missstände, Zustände öffentlich brandmarken; jemanden als Kinderschänder, Übeltäter, Verräter brandmarken

Herkunft

die Bedeutung „öffentlich anprangern“ stammt aus dem 18. Jahrhundert; die ursprüngliche Bedeutung ' „mit einem Brandzeichen versehen“ ist bereits im 14. Jahrhundert nachweisbar, ebenso , seit dem 17. Jahrhundert

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.