bevormunden
Kurz erklärt
bevormunden (Verb) bedeutet: (trans.) eine Person oder eine Gruppe von Personen (Staat, Staatsbürger, Gruppe) nicht selbstständig denken, entscheiden oder handeln lassen. Häufige Synonyme sind gängeln, entmündigen, infantilisieren.
Bedeutung
- (trans.) eine Person oder eine Gruppe von Personen (Staat, Staatsbürger, Gruppe) nicht selbstständig denken, entscheiden oder handeln lassen
Beispielsätze
- Gefährlich wird es, wenn man dem anderen signalisieren will, was gut für ihn ist, ihn mit dem Geschenk bevormunden möchte und nicht auf dessen ureigenste Wünsche eingeht.
- Es dauerte noch hundert Tage, bis sich Streiff abermals mit einem Knall verabschiedete, weil er sich nicht bevormunden lassen wollte.
- Vogel beginnt aufzuzählen: Bürgerrechte dürften nicht eingeschränkt, der einzelne dürfe nicht vom Staat bevormundet werden.
- »Ja,« fiel Tschun ganz eifrig ein, »daran denk ich jetzt auch immer, denn es wäre doch furchtbar, wenn der Boxerwahnsinn von den Ausländern als Vorwand benutzt würde, uns noch mehr Land zu rauben oder uns durch Syndikate, Geldanleihen und sogenannte Ratgeber noch schärfer bevormunden zu wollen.
- „Trotzdem das Land auf der Karte rot angestrichen ist, hat es seine vollständige innere Selbständigkeit bewahrt, ohne britische ›Residenten‹, die die afrikanischen Schattenkönige und die indischen Radschas bevormunden.“
Synonyme für bevormunden
gängelnentmündigeninfantilisierenbeeinflussen, bemündeln, bevogten, dirigieren, gängeln, leiten, lenken, lotsen, vorschreiben; Redewendung: jemanden am Gängelband führen
Gegenteil
emanzipieren, unterstützen
Konjugation
| Präsens_ich | bevormunde |
|---|---|
| Präsens_du | bevormundest |
| Präsens_er, sie, es | bevormundet |
| Präteritum_ich | bevormundete |
| Partizip II | bevormundet |
| Konjunktiv II_ich | bevormundete |
| Imperativ Singular | bevormunde |
| Imperativ Plural | bevormundet |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
beherrschen, dominieren
Redewendungen und typische Verbindungen
- sich nicht bevormunden lassen
Herkunft
etymologisch: von ' „Vormund sein“ im 16. Jahrhundert abgeleitet strukturell
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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.