Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

bevormunden

Verb[bəˈfoːɐ̯mʊndən]be · vor · mun · denSeltenes Wort · Rang 25.051
Kurz erklärt

bevormunden (Verb) bedeutet: (trans.) eine Person oder eine Gruppe von Personen (Staat, Staatsbürger, Gruppe) nicht selbstständig denken, entscheiden oder handeln lassen. Häufige Synonyme sind gängeln, entmündigen, infantilisieren.

Bedeutung

  1. (trans.) eine Person oder eine Gruppe von Personen (Staat, Staatsbürger, Gruppe) nicht selbstständig denken, entscheiden oder handeln lassen

Beispielsätze

  • Gefährlich wird es, wenn man dem anderen signalisieren will, was gut für ihn ist, ihn mit dem Geschenk bevormunden möchte und nicht auf dessen ureigenste Wünsche eingeht.
  • Es dauerte noch hundert Tage, bis sich Streiff abermals mit einem Knall verabschiedete, weil er sich nicht bevormunden lassen wollte.
  • Vogel beginnt aufzuzählen: Bürgerrechte dürften nicht eingeschränkt, der einzelne dürfe nicht vom Staat bevormundet werden.
  • »Ja,« fiel Tschun ganz eifrig ein, »daran denk ich jetzt auch immer, denn es wäre doch furchtbar, wenn der Boxerwahnsinn von den Ausländern als Vorwand benutzt würde, uns noch mehr Land zu rauben oder uns durch Syndikate, Geldanleihen und sogenannte Ratgeber noch schärfer bevormunden zu wollen.
  • „Trotzdem das Land auf der Karte rot angestrichen ist, hat es seine vollständige innere Selbständigkeit bewahrt, ohne britische ›Residenten‹, die die afrikanischen Schattenkönige und die indischen Radschas bevormunden.“

Synonyme für bevormunden

gängelnentmündigeninfantilisierenbeeinflussen, bemündeln, bevogten, dirigieren, gängeln, leiten, lenken, lotsen, vorschreiben; Redewendung: jemanden am Gängelband führen

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

emanzipieren, unterstützen

Konjugation

Präsens_ichbevormunde
Präsens_dubevormundest
Präsens_er, sie, esbevormundet
Präteritum_ichbevormundete
Partizip IIbevormundet
Konjunktiv II_ichbevormundete
Imperativ Singularbevormunde
Imperativ Pluralbevormundet
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Oberbegriffe

beherrschen, dominieren

Redewendungen und typische Verbindungen

  • sich nicht bevormunden lassen

Herkunft

etymologisch: von ' „Vormund sein“ im 16. Jahrhundert abgeleitet strukturell

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.