Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

befehlen

Verb[bəˈfeːlən]be · feh · lenTop 15.000 · Aufbauwortschatz
Kurz erklärt

befehlen (Verb) bedeutet: (trans.) einen bindenden Auftrag erteilen, etwas Bestimmtes genau befolgend auszuführen. Häufige Synonyme sind heißen, bestimmen, gebieten.

Bedeutung

  1. (trans.) einen bindenden Auftrag erteilen, etwas Bestimmtes genau befolgend auszuführen
  2. (trans.) belieben, wünschen
  3. (trans.) durch (militärischen) Order an einem bestimmten Ort kommen lassen
  4. (intrans.) die Befugnis besitzen, Befehle zu erteilen
  5. (trans., gehoben, tlwvatd.) vertrauensvoll übergeben, überlassen; sich voller Vertrauen offenbaren

Beispielsätze

  • „Eine Antwort, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, Frau Marquise: / »Ich bin weder eine Puppe, die Sie dirigieren, noch Ihre Dienerin, der Sie befehlen können.«“
  • „Ihr braucht uns nichts zu befehlen, denn wir gehorchen euch nicht mehr.“
  • „Sofort befahl der Feldherr der 17., 18. und 19. Legion und deren germanischen Hilfstruppen den Abmarsch in das vermeintliche Krisengebiet.“
  • Wie sie befehlen!
  • „Was befehlen Mylady?“
  • Gegen Kriegsende wurde er nach Hamburg ins Wirtschaftsressort befohlen.

Synonyme für befehlen

heißenbestimmengebietenverfügenfestlegenvorschreibenanweisenkommandierenreglementierenbefehligengebieten; anordnen, anweisenwollenbeordernMilitär: befehligen, kommandieren

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

gehorchenzitierenfolgen, fügen

Konjugation

Präsens_ichbefehle
Präsens_dubefiehlst
Präsens_er, sie, esbefiehlt
Präteritum_ichbefahl
Partizip IIbefohlen
Konjunktiv II_ichbefähle
Konjunktiv II_ich*beföhle
Imperativ Singularbefiehl
Imperativ Pluralbefehlt
Hilfsverbhaben

Wortfeld

Oberbegriffe

Unterbegriffe

abbefehlenbevorzugenbefehligenanbefehlen, (veraltet) einbefehlen

Redewendungen und typische Verbindungen

  • gehoben, veraltend: Gott befohlen!: Abschiedsgruß
  • jemandem ausdrücklich befehlen, etwas zu tun; jemandem in barschem Ton befehlen , etwas zu tun; jemanden in rauem Ton befehlen, etwas zu tun; jemandem strengste Geheimhaltung befehlen ; jemandem strengstes Stillschweigen befehlen ; jemandem unbedingte Verschwiegenheit befehlen ; jemandem uneingeschränkten Gehorsam befehlen
  • jemanden an die Front befehlen, jemanden zum Militärdienst befehlen , jemanden zur Nachmusterung befehlen , jemanden zum Rapport befehlen
  • über eine Armee befehlen, über ein Heer befehlen , über eine Streitmacht befehlen ; über ein Unternehmen zu befehlen haben; über etwas befehlen , über jemanden befehlen
  • sich jemandes Schutz befehlen, jemand ist seiner Fürsorge befohlen, jemand ist sich selbst befohlen

Herkunft

bezeugt im Mittelhochdeutschen bevelhen, welches seinerseits aus den althochdeutschen Formen bifelahan, bifelhan; pifelahan, pifelhan „(zum Schutz) übergeben, anvertrauen“ hervorging; diese wiederum entstammen dem Althochdeutschen felahan „(der Erde) anvertrauen, begraben; bedecken, verwahren“ (vergleiche Fell), das seinerseits dem Germanischen entspringt (siehe hierzu zum Beispiel gotisch filhan); eine etwaige Verwandtschaft zwischen den beiden Verben befehlen und fehlen bleibt bis heute umstritten

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.