befehlen
befehlen (Verb) bedeutet: (trans.) einen bindenden Auftrag erteilen, etwas Bestimmtes genau befolgend auszuführen. Häufige Synonyme sind heißen, bestimmen, gebieten.
Bedeutung
- (trans.) einen bindenden Auftrag erteilen, etwas Bestimmtes genau befolgend auszuführen
- (trans.) belieben, wünschen
- (trans.) durch (militärischen) Order an einem bestimmten Ort kommen lassen
- (intrans.) die Befugnis besitzen, Befehle zu erteilen
- (trans., gehoben, tlwvatd.) vertrauensvoll übergeben, überlassen; sich voller Vertrauen offenbaren
Beispielsätze
- „Eine Antwort, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt, Frau Marquise: / »Ich bin weder eine Puppe, die Sie dirigieren, noch Ihre Dienerin, der Sie befehlen können.«“
- „Ihr braucht uns nichts zu befehlen, denn wir gehorchen euch nicht mehr.“
- „Sofort befahl der Feldherr der 17., 18. und 19. Legion und deren germanischen Hilfstruppen den Abmarsch in das vermeintliche Krisengebiet.“
- Wie sie befehlen!
- „Was befehlen Mylady?“
- Gegen Kriegsende wurde er nach Hamburg ins Wirtschaftsressort befohlen.
Synonyme für befehlen
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | befehle |
|---|---|
| Präsens_du | befiehlst |
| Präsens_er, sie, es | befiehlt |
| Präteritum_ich | befahl |
| Partizip II | befohlen |
| Konjunktiv II_ich | befähle |
| Konjunktiv II_ich* | beföhle |
| Imperativ Singular | befiehl |
| Imperativ Plural | befehlt |
| Hilfsverb | haben |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- gehoben, veraltend: Gott befohlen!: Abschiedsgruß
- jemandem ausdrücklich befehlen, etwas zu tun; jemandem in barschem Ton befehlen , etwas zu tun; jemanden in rauem Ton befehlen, etwas zu tun; jemandem strengste Geheimhaltung befehlen ; jemandem strengstes Stillschweigen befehlen ; jemandem unbedingte Verschwiegenheit befehlen ; jemandem uneingeschränkten Gehorsam befehlen
- jemanden an die Front befehlen, jemanden zum Militärdienst befehlen , jemanden zur Nachmusterung befehlen , jemanden zum Rapport befehlen
- über eine Armee befehlen, über ein Heer befehlen , über eine Streitmacht befehlen ; über ein Unternehmen zu befehlen haben; über etwas befehlen , über jemanden befehlen
- sich jemandes Schutz befehlen, jemand ist seiner Fürsorge befohlen, jemand ist sich selbst befohlen
Herkunft
bezeugt im Mittelhochdeutschen bevelhen, welches seinerseits aus den althochdeutschen Formen bifelahan, bifelhan; pifelahan, pifelhan „(zum Schutz) übergeben, anvertrauen“ hervorging; diese wiederum entstammen dem Althochdeutschen felahan „(der Erde) anvertrauen, begraben; bedecken, verwahren“ (vergleiche Fell), das seinerseits dem Germanischen entspringt (siehe hierzu zum Beispiel gotisch filhan); eine etwaige Verwandtschaft zwischen den beiden Verben befehlen und fehlen bleibt bis heute umstritten
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Reime auf befehlen
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