die Unruhe
Unruhe (Substantiv) bedeutet: (kPl.) (als unangenehm oder lästig empfundene) Bewegungen oder Geräusche. Häufige Synonyme sind Gedanken, Theater, Sorge.
Bedeutung als Substantiv (die)
- (kPl.) (als unangenehm oder lästig empfundene) Bewegungen oder Geräusche
- (kPl.) aus dem eigenen Inneren kommende Aufregung; innere Angespanntheit und/oder Unzufriedenheit
- (Plural) Aufstand gegen bestehende Verhältnisse
- (veraltet, noch in, Österreich) meistens mit einer Spiralfeder verbundenes Schwungrad in mechanischen Uhren, das für einen gleichmäßigen Gang sorgt
Beispielsätze
- Ich ziehe aus: Die Mitbewohner verursachen mir zu viel Unruhe.
- „Eine plötzliche Unruhe unter den Frauen schreckte ihn aus seinen freudlosen Gedanken auf.“
- „Die Unruhe im Saal blieb.“
- „Das Zucken seines Gesichts, das Flackern seiner Augen und die krampfartige Unruhe seiner Finger verrieten es. Kaum hatten die Gesandten ihren Bericht beendet, als er aufsprang und wie ein Tobsüchtiger durch das Zimmer raste.“
- „Der Sturm brachte eine Unruhe in die graue Meeresoberfläche.“
- „Gewiß seid Ihr alle voll Unruhe, ich so lange - lange nicht geschrieben.“
Bedeutung als Substantiv (der/die)
- deutschsprachiger Nachname, Familienname
Beispielsätze
- Frau Unruhe ist ein Genie im Verkauf.
- Herr Unruhe wollte uns kein Interview geben.
- Die Unruhes fliegen heute nach La Paz.
- Der Unruhe trägt nie die Schals, die die Unruhe ihm strickt.
- Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Unruhe kommt, geht der Herr Unruhe.“
- Unruhe kommt und geht.
Synonyme für Unruhe
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Unruhe |
|---|---|
| Nominativ Plural | Unruhen |
| Genitiv Singular | Unruhe |
| Genitiv Plural | Unruhen |
| Dativ Singular | Unruhe |
| Dativ Plural | Unruhen |
| Akkusativ Singular | Unruhe |
| Akkusativ Plural | Unruhen |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- dauernde, ständige Unruhe; es entsteht Unruhe
- mit Verb: Unruhe stiften (), jemanden in Unruhe versetzen, in Unruhe geraten; jemanden erfasst, erfüllt, ergreift Unruhe
- mit Adjektiv: innere, nervöse, quälende, wachsende Unruhe
- politische, soziale, gesellschaftliche, religiöse, schwere, heftige Unruhen
Herkunft
etymologisch: mittelhochdeutsch unruo(we), althochdeutsch unruowa, belegt seit dem 8. Jahrhundert; daneben mit Ablaut auch mittelhochdeutsch unrāwe, althochdeutsch unrāwa, belegt seit der Zeit um 1000 strukturell: Ableitung von Ruhe mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) un-
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Reime auf Unruhe
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