der Kohl
Kohl (Substantiv) bedeutet: (Botanik) zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) gehörende Gemüsepflanze (Brassica oleracea). Häufige Synonyme sind Scheiße, Scheiß, Mist.
Bedeutung als Substantiv (der)
- (Botanik) zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) gehörende Gemüsepflanze (Brassica oleracea)
- (Gastronomie) Speise, die aus der unter [1] beschriebenen Gemüsepflanze besteht
Beispielsätze
- „Hinter den schönen Bäumen wächst alles, was das Haus bedarf; außer den herrlichsten Früchten der schönste Kohl und tüchtiges schmackhaftes Gemüse überhaupt, wie man es weit und breit nicht findet.“
- „Er nimmt ein Sujet aus dem Judentum, aber er tauft seine Juden samt und sonders, er übersetzt sie fein säuberlich ins Düsseldorfsche, und nun sitzen die deutschen Männer und Weibsen und sehen, so hübsch sie sind, doch nur aus wie Düsseldorfer Gärtner, denen die Raupen den Kohl aufgefressen haben.“
- „Die Parkanlagen und sonstigen Grünflächen wurden mit Kartoffeln und Kohl bepflanzt.“
- Heute gibt es Kohl mit Hammelfleisch.
- „Im Treppenhaus roch es nach Kohl so wie damals auf meinem Weg mit Gretel zu Frau E. Schmitz.“
- „Ich hatte mit einer sanften Nonnenstimme gerechnet, mit dem Geruch schwachen Kaffees und trockenen Kuchens, statt dessen: ein krächzender Mann, und es roch nach Krüllschnitt und Kohl, auf eine so penetrante Art, daß ich anfing zu husten.“
Bedeutung als Substantiv (der)
- umgangssprachlich abwertend: verworrenes Zeug; etwas Unsinniges, Sinnloses, Törichtes
Beispielsätze
- „Es ist nichts leichter, als hinter das Geheimnis des Standpunktes zu kommen, wenn man das allgemeine Geheimnis der kritischen Kritik, alten, spekulativen Kohl neu aufzuwärmen, durchschaut hat.“
- „Liebes Fräulein! Die ganze Universität H. gehört jetzt, was ihren Geist anbelangt, in die Sorte: Eigentum ist Diebstahl! Es sind noch so ein paar alte Geheimräte da, die von Anno Dazumal ihren Kohl aufwärmen und in jedem Semester regelmäßig dreizehn und einen halben Witz machen. Aber die Mehrzahl – Räuberbagage.“
Bedeutung als Substantiv (der/die)
- deutschsprachiger Familienname, Nachname
Beispielsätze
- Frau Kohl ist nett.
- Wir sind heute Abend bei Kohls eingeladen.
- Der Kohl aus dem Nachbarhaus hat schon wieder auf dem Balkon gegrillt.
- Die neuen Mieter, diese Kohls, sind nicht sehr hilfsbereit.
- Die kleine Kohl ist vielleicht ein Frechdachs!
- He, Kohl, komm mal her!
Synonyme für Kohl
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Kohl |
|---|---|
| Nominativ Plural | Kohle |
| Genitiv Singular | Kohls |
| Genitiv Singular* | Kohles |
| Genitiv Plural | Kohle |
| Dativ Singular | Kohl |
| Dativ Singular* | Kohle |
| Dativ Plural | Kohlen |
| Akkusativ Singular | Kohl |
| Akkusativ Plural | Kohle |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- das macht den Kohl nicht fett/das macht den Kohl auch nicht fett – Kleinigkeiten helfen nicht viel weiter
- ein Kopf Kohl; Kohl anbauen/anpflanzen/pflanzen
- Kohl putzen/zubereiten, Kohl und Pinkel
Herkunft
seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; Erbwort aus dem Mittelhochdeutschen kōl, das seinerseits den althochdeutschen Formen kōl sowie kōla entstammt; dieses ist, wie auch die altenglischen Formen cawel und caul sowie die altnordische Form kál, eine frühe Entlehnung aus dem Lateinischen , welches eigentlich „Stängel“ bedeutet, in später Zeit aber auch eine Kohlsorte bezeichnete („Stängelkohl“, bei dem die Blätter abgenommen werden, worauf der Stängel neu treibt); die übliche lateinische Bezeichnung für »Kohl« ist '; die oberdeutsche Nebenform »Köhl« – die im Altsächsischen kōli, in den althochdeutschen Formen kōli und kœl sowie in den mittelhochdeutschen Formen kœl und kœle bezeugt ist – war früher eine gleichbedeutende Variante, bezeichnet jedoch heutzutage speziell den Krauskohl oder Wirsing
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Reime auf Kohl
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