Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Kohle

Substantiv, feminin[ˈkoːlə]Koh · leTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

Kohle (Substantiv) bedeutet: Rohstoff und Heizmaterial: dunkelbraune oder schwarze, stark kohlenstoffhaltige, brennbare Substanz, meist aus fossilisierten Pflanzen entstanden. Häufige Synonyme sind Geld, Eier, Marie.

Bedeutung als Substantiv (die)

  1. Rohstoff und Heizmaterial: dunkelbraune oder schwarze, stark kohlenstoffhaltige, brennbare Substanz, meist aus fossilisierten Pflanzen entstanden
  2. (ugs.) Geld
  3. (Kunst) zum Zeichnen verwendete Holzkohle
  4. (Technik) elektrische Schleifkontakte eines Elektromotors oder Generators
  5. kurz für: Holzkohle

Beispielsätze

  • Leg noch etwas mehr Kohle in den Grill!
  • „Oder könnte jemand auf Kohlen gehen, ohne dass seine Füße verbrannt würden?“
  • „Über Jahrhunderte war die Kohle die zentrale Energieressource. Durch die Kohle wurde aus vereinzelten kleinen Dörfern das größte Industrierevier Deutschlands, das Ruhrgebiet.“
  • „Die Wirtschaft im Saarland hat sehr lange von der Kohle profitiert und einige sagen auch: Ohne die Kohle gäbe es das Saarland gar nicht.“
  • „Kohle [muss] in Deutschland aus sehr großen Tiefen von mehr als 1.000 Metern unter schwierigen geologischen Bedingungen ans Tageslicht geholt werden, [das] macht sie extrem teuer, so dass sie auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig ist. Deutsche Kohle wird deshalb schon seit vielen Jahren vom Staat subventioniert und komplett im eigenen Land verbraucht.“
  • „Im Dezember 2018 ist für die 1.800 verbliebenen Kumpel von Prosper Haniel Schluss. Symbolisch wird dann ein allerletztes Stück Kohle an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.“

Bedeutung als Substantiv (der/die)

  1. deutschsprachiger Nachname, Familienname

Beispielsätze

  • Frau Kohle ist ein Genie im Verkauf.
  • Herr Kohle wollte uns kein Interview geben.
  • Die Kohles fliegen heute nach La Paz.
  • Der Kohle trägt nie die Schals, die die Kohle ihm strickt.
  • Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Kohle kommt, geht der Herr Kohle.“
  • Kohle kommt und geht.

Synonyme für Kohle

GeldEierMarieSteineAscheScheinePulverMäuseKoksSchleifenMoosHeuschwarzes GoldAsche, Kies, Geld, Kiesel, Knete, Kröten, Mäuse, Moneten, Moos, Schotter, Zaster

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

anderer Aggregatzustand: Graphit; DiamantSchulden

Deklination

Nominativ SingularKohle
Nominativ PluralKohlen
Genitiv SingularKohle
Genitiv PluralKohlen
Dativ SingularKohle
Dativ PluralKohlen
Akkusativ SingularKohle
Akkusativ PluralKohlen

Wortfeld

Oberbegriffe

Brennmaterial, Heizmaterial

Unterbegriffe

Aktivkohle, Braunkohle, Eierkohle, Grillkohle, Holzkohle, Knochenkohle, Pflanzenkohle, Ruhrgebietskohle, Steinkohle, Tierkohle, Torfkohle, Zeichenkohle

Redewendungen und typische Verbindungen

  • feurige Kohlen auf jemandes Haupt sammeln/glühende Kohlen auf jemandes Haupt sammeln
  • wie auf glühenden Kohlen sitzen, auf heißen Kohlen sitzen
  • mit Verb: an der Kohle sparen, Kohle(n) schaufeln, Kohle(n) schippen, Kohle verkoken, Kohle verbrennen, mit Kohle heizen
  • mit Verb: Kohle brennt, glimmt, heizt (ein), verglüht, zündet
  • mit Adjektiv: geförderte Kohle, glühende Kohle(n), heimische Kohle, importierte Kohle, klimaschädliche Kohle, subventionierte Kohle
  • jede Menge Kohle, massenhaft Kohle, ein Haufen Kohle, Kohle abdrücken

Herkunft

seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: kol; althochdeutsch: kolo; aus germanisch: *kula, *kulon; vergleiche: altfranzösisch: kole, altenglisch: col; altnordisch: kol, kul; Bedeutung erst Holzkohle dann zu Braunkohle und Steinkohle übertragen

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Reime auf Kohle

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.