Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Kanton

Substantiv, maskulin[kanˈtoːn]Kan · tonTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

Kanton (Substantiv) bedeutet: (allgemein) eine politische Verwaltungseinheit. Häufige Synonyme sind Guangzhou, Guang-Stadt.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (allgemein) eine politische Verwaltungseinheit
  2. (Schweiz) Gliedstaat in der Schweiz, ähnlich den Staaten der USA oder Bundesländern in Deutschland
  3. (Luxemburg) administrative Einheit
  4. (Belgien) Bezirk, Region
  5. (Ecuador) zweithöchste Verwaltungseinheit nach Provinz
  6. (Bosnien und Herzegowina) administrative Einheit
  7. (Frankreich) Untergliederung eines Départements
  8. (Preußen) Wehrverwaltungsbezirk

Beispielsätze

  • Manche Staaten sind in Kantone gegliedert.
  • Die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden werden auch als „Urkantone“ bezeichnet.
  • „Rorschach liegt im Kanton St. Gallen und hat Gnade vor dem Volkswitz gefunden, Romanshorn aber liegt im Thurgau, der durch wer weiß welche Ungunst als der Kanton der Taschendiebe gilt.“
  • „Beim Näherkommen erkannte ich, daß es nur ein Kloster sein konnte, und ich war froh, in einem katholischen Kanton zu sein.“
  • Der Kanton Mersch hat keine Grenze mit einem anderen Staat.
  • Im belgischen Kanton Eupen spricht man deutsch.

Bedeutung als Substantiv (das)

  1. Stadt in Südchina
  2. seltener: Provinz Chinas
  3. unbewohnte Insel von Kiribati

Beispielsätze

  • Kanton ist eine große Stadt.
  • Kanton liegt in Südchina.
  • Das Kanton im Pazifik ist unbewohnt.
  • [1–3] Insgesamt gibt es drei Kantons.

Synonyme für Kanton

GuangzhouGuang-StadtBundeslandBezirk, Kreis, RegionWehrverwaltungsbezirk

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularKanton
Nominativ PluralKantone
Genitiv SingularKantons
Genitiv PluralKantone
Dativ SingularKanton
Dativ PluralKantonen
Akkusativ SingularKanton
Akkusativ PluralKantone

Wortfeld

Oberbegriffe

Gliedstaat[3–8] Verwaltungseinheit, Bezirk

Unterbegriffe

Halbkanton, UrkantonAargau, Appenzell, Basel, Bern, Freiburg, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Unterwalden, Uri, Waadt, Wallis, Zug, Zürich

Redewendungen und typische Verbindungen

  • schweizerisch: im grossen Kanton (scherzhaft für „in Deutschland“)

Herkunft

Die erste bekannte Verwendung findet sich 1475 in einer Akte von Freiburg im Üechtland, siehe Quelle [11]. Das Wort stammt über französisch ' ‚Bezirk‘ von italienisch cantone ‚Landesteil‘, einer Vergrößerungsform von canto „Ecke, Winkel“, seinerseits von ' ‚eiserner Radreifen‘; letztlich wohl aus dem Keltischen. Vergleiche Kante.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.