der Damm
Damm (Substantiv) bedeutet: durch schüttende Anhäufung von Erdmassen und/oder Felsen, Steinen errichteter Wall. Häufige Synonyme sind Schritt, Ufer, Wall.
Bedeutung als Substantiv (der)
- durch schüttende Anhäufung von Erdmassen und/oder Felsen, Steinen errichteter Wall
- der unter [1] beschriebene Wall als Uferbefestigung eines Gewässers zum Schutz vor Hochwasser
- Anlage zum Stauen von Wasser
- der unter [1] beschriebene Wall als Unterbau eines Verkehrsweges (Fahrweg, Schienenweg)
- in sumpfigem Gelände aus Holz (zumeist Holzbohlen) gefertigter Unterbau eines Fußweges
- (nordostdeutsch, besonders, berlinisch) Teil einer befestigten Straße, der für den Fahrzeugverkehr bestimmt ist
- (übertr.) etwas, was (das Weiterkommen, das Erreichen eines Zieles, eine Entwicklung) be- oder verhindert
- (Anatomie) (bei Säugetieren, ausgenommen Kloakentieren, vorhandene) Körperstelle, die als Weichteil-Brücke, den Darmausgang (After, Anus) von den äußeren Geschlechtsorganen (Hodensack/Skrotum, Scham/Vulva) trennt
Beispielsätze
- „Er zerstörte die Dämme der Reisfelder, die Amaterasu angelegt hatte, verstopfte die Wassergräben und beschmutzte Amaterasus Palast in der häßlichsten Weise.“
- „Durch Reihenexplosionen werden in wenigen Sekunden riesenhafte Dämme aufgeworfen, für die bisher viel Zeit und Arbeit aufgewendet werden mußte.“
- „Also sie bauen weiter an dem neuen Damm im nordwestlichen Ende der Devils Bay.“
- „Die Vororte und Dörfer rechts der Mulde haben ihr eigenes System von Deichen und Dämmen; Waldersee ist völlig von einem fast kreisförmigen Damm umschlossen. Die Menschen mußten erreichen, daß die Dämme hielten.“
- „Flüsse traten über die Ufer, Dämme barsten.“
- Hinter dem Damm stauten sich gewaltige Wassermassen, deren Energie sich in den 200 Meter tiefergelegenen Turbinen entlud, um weite Teile des Landes mit Elektrizität zu versorgen.
Bedeutung als Substantiv (der)
- (Namibia, Südafrika, (w:KwaZulu-Natal, KwaZulu-Natal; w:Mpumalanga, Mpumalanga: w:Piet Retief, Piet Retief)) Becken für gestautes Wasser in der Art eines Stausees
- (Südafrika, (w:KwaZulu-Natal, KwaZulu-Natal; w:Mpumalanga, Mpumalanga: w:Piet Retief, Piet Retief)) kleine Mulde, in der sich Wasser angesammelt hat
Beispielsätze
- „Dieser Tank füllt sich, so wie sich der Damm füllt. Solange der Wasserspiegel im Tank und draußen im Damm gleich ist, passiert nichts.“
- „Sieben Artgenossen [Flusspferde] sind bereits auf der Farm, aber in einem weit entfernten Damm ausgesetzt worden.“
- „Insgesamt sank der Wasserspiegel des Damms an diesen beiden Tagen um 35 cm.“
- „Als der Fischfluss am Samstagabend gegen 22 Uhr einen zulauf von 500 Kubikmeter/Sekunde erhielt und der Hardap-Damm ein Fassungsvermögen von 71,8 Prozent erreichte, hat die Schleusen abb 21 Uhr zum ersten Mal mit einem Auslauf von 200 m³/sek geöffnet und bis zu einem Durchlass von 300 m³/sek angehoben. […] wird bei solchem Auslauf des Dammes nicht durch Überflutung bedroht.“
- „Trotz der zahlreichen Niederschläge in weiten Landesteilen gab es wenig Zulauf in die Dämme, die Windhoek mit Wasser versorgen.“
- „Vor einem Monat stand das Gesamtvolumen an Wasser in Namibias Dämmen auf 442 Millionen m³, vor einer Woche auf 431 Millionen m³ und gestern auf 430 Millionen m³. Bei dem - je nach Region - etwa zwei bis drei Wochen ausgebliebenen Regen sieht dieser Stand gut aus, vergleicht man diesen Stand mit den 247 Millionen m³, die sich im Vorjahr zum Anfang der wirklich extremen Wasserkrise in den Dämmen befanden: Das ist immerhin 74% mehr Inhalt.“
Synonyme für Damm
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Damm |
|---|---|
| Nominativ Plural | Dämme |
| Genitiv Singular | Dammes |
| Genitiv Singular* | Damms |
| Genitiv Plural | Dämme |
| Dativ Singular | Damm |
| Dativ Singular* | Damme |
| Dativ Plural | Dämmen |
| Akkusativ Singular | Damm |
| Akkusativ Plural | Dämme |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- [1–3] wenn …, dann werden alle Dämme brechen
- jemandem auf den Damm helfen
- jemanden wieder auf den Damm bringen
- nicht auf dem Damm sein
- wieder auf dem Damm sein
- [1–6] einen Damm anlegen, aufführen, aufschütten, aufwerfen, bauen, befestigen, schaufeln, überhöhen
- [1–3, 8, 9] der Damm bricht
- einen Damm durchstechen, unterspülen, unterwaschen
- über den Damm gehen; (eilig) über den Damm laufen; (rasch) den Damm überqueren; Kinder sollen nicht auf dem Damm spielen
Herkunft
Das Wort geht zurück auf das seit dem 13. Jahrhundert bezeugte mittelhochdeutsche / ‚Flutdamm, Seedamm‘, dessen ältere neuhochdeutsche Lautgestalt Tam / Tamm noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts bezeugt ist, doch dringt mit Ausbreitung der an der Küste vervollkommneten Deichbaukunst d-Anlaut aus dem niederdeutschen/niederländischen Bereich bereits ins Mittelhochdeutsche ein (vergleiche mittelniederdeutsches , mittelniederländisches ') und wird im Neuhochdeutschen vom 17. Jahrhundert an allgemein üblich (siehe auch die literatursprachliche Geltung der niederdeutschen Form bei bedeutungsähnlichem »Deich«). Das wohl gemeingermanische Wort (vergleiche altfriesisches , , niederländisches , altnordisches ' , schwedisches ' und wohl aus dem Mittelniederdeutschen/Mittelniederländischen mittelenglisches , / sowie englisches ') hat keine sicheren außergermanischen Beziehungen.
Aussprache üben
Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.
Reime auf Damm
Wie häufig ist „Damm“?
Rang 6.035 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 3,85. Das ist solider Alltagswortschatz, den Muttersprachler mehrmals pro Woche verwenden. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.