befördern
befördern (Verb) bedeutet: (unter Zuhilfenahme eines Transportmittels) etwas oder jemanden von einem Ort an einen anderen bringen/schaffen. Häufige Synonyme sind bringen, fahren, schaffen.
Bedeutung
- (unter Zuhilfenahme eines Transportmittels) etwas oder jemanden von einem Ort an einen anderen bringen/schaffen
- jemanden (innerhalb einer hierarchischen Ordnung) in seiner Position (Dienstgrad, Rang, Stellung) höher aufrücken lassen
- einer Person oder Sache förderlich, günstig sein; auf jemanden oder etwas einen Einfluss (mit zumeist erfreulichen, günstigen, vorteilhaften, wünschenswerten Wirkungen) ausüben
Beispielsätze
- Öffentliche Verkehrsmittel befördern täglich Millionen Menschen in Deutschland.
- „Große Schließkörbe, Koffer und Pakete wurden zur Bahn befördert, zwei Taxen fuhren vor, und, die Kolonne im ersten Taxi anführend, fuhr die Großmutter zum Bahnhof: im Sommer und im Winter je einen ganzen Monat.“
- „Der Postillon Audebert und der Schaffner Excoffon haben heute nur einen Passagier zu befördern ;[…].“
- „In den ersten Jahrzehnten konnten die Wildhüter in Afrika nicht im Auto umherfahren: sie mußten noch reiten und ihre Lasten mit Ochsenwagen befördern.“
- „Indian Railways befördert jeden Tag Millionen von Menschen.“
- „Trotz der rasendsten Wortgeschwindigkeit jedoch, konnte der ehemalige Schweiger seine Rede nicht vollenden, denn Ter Haigasun hatte ihn binnen wenigen Sekunden mit einem prächtigen Fußtritt ins Freie befördert und die Tür hinter ihm versperrt.“
Synonyme für befördern
Gegenteil
Konjugation
| Präsens_ich | befördere |
|---|---|
| Präsens_du | beförderst |
| Präsens_er, sie, es | befördert |
| Präteritum_ich | beförderte |
| Partizip II | befördert |
| Konjunktiv II_ich | beförderte |
| Imperativ Singular | befördere |
| Imperativ Plural | befördert |
| Hilfsverb | haben |
Redewendungen und typische Verbindungen
- etwas ans Tageslicht befördern
- jemanden an die frische Luft befördern/jemanden an die Luft befördern
- jemanden vom Leben zum Tod befördern
- euphemistisch: jemanden ins Jenseits befördern
- Gepäck, Güter, Material, Waren (auf Lastwagen, mit der/per Bahn, per Schiff, im/mit dem/per Flugzeug) befördern; Briefe, Pakete (mit der/per Post, durch Boten, Eilboten, Luftpost) befördern; täglich x Passagiere mit der/per Fähre befördern, Reisende mit Bussen befördern; Holz zu Tal befördern, Steine in Waggons befördern
- einen Ball ins Netz, Tor befördern; jemanden ins Gefängnis befördern; jemanden zur Tür hinaus befördern
- jemandem zum Abteilungleiter, Chefarzt, Chefredakteur, Direktor, General, Oberstleutnant, Oberregierungsrat befördern
- solche Komplimente befördern ihren Hang zur Eitelkeit; solche Maßnahmen befördern allenfalls noch den Widerstand; etwas befördert den Unmut in der Bevölkerung
Herkunft
etymologisch: Bei dem Verb handelt es sich entweder um eine Präfixableitung zu »vorder« oder um eine Präfigierung von »fördern« im Sinne von ‚voranbringen‘ (‚helfen‘, ‚transportieren‘). Das Verb (samt seiner ursprünglichen Nebenformen bevordern und befürdern. Ab dem 16. Jahrhundert bildeten sich die Bedeutungen ‚transportieren‘ und ‚unterstützen‘ heraus, ab dem – je nach Quelle – 18. beziehungsweise 19. Jahrhundert als Ersatz für »avancieren« die Bedeutung ‚(im Dienst) aufrücken lassen, in der Dienststellung höher rücken lassen‘ und seit Anfang des 19. Jahrhunderts auch in der verdeutschten Bedeutung von ‚(Waren) spedieren‘. strukturell
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Reime auf befördern
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