die Wollust
Wollust (Substantiv) bedeutet: Gefühl der Lust und der sexuellen Begierde, das besonders bei sexueller Erregung und der Befriedigung sexueller Wünsche entsteht. Häufige Synonyme sind Lust, Lustempfinden, Sinneslust.
Bedeutung
- Gefühl der Lust und der sexuellen Begierde, das besonders bei sexueller Erregung und der Befriedigung sexueller Wünsche entsteht
- Wonne, Vergnügen
- veraltet: Freude, Vergnügen, Ergötzung, Fröhlichkeit
- veraltet, nur im Plural: Ausschweifungen, Laster
- veraltet, nur im Singular: Lebensweise, die durch Lasterhaftigkeit, Unsittlichkeit und das Sündigen gekennzeichnet ist
- veraltet: Reiz, Schönheit, Süße
- veraltet: Geschlechtsverkehr, Sex
- Schweiz, veraltet: wollüstiger Mensch
Beispielsätze
- Beim Anblick ihres entblößten Körpers, der von den Laken nur spärlich bedeckt wurde, übermannte ihn eine lang vermisste Wollust.
- „Hatte ihn eben noch die Wollust übermannt, so spürte er im nächsten Moment, wie sie verebbte.“
- „Er ließ sie mit bebender Stimme Zärtlichkeiten flüstern, um so den Gipfel der Wollust zu erreichen.“
- „Das Bild seines Traumes schwankt, während dagegen die alte Eifersucht nicht erloschen ist, noch auch das Privileg jener, durch die er zum erstenmal Wollust erlebt hat.“
- „Die Wollust macht noch den Schmerz zu etwas Köstlichem.“
- Mit wahrer Wollust genoss er es, seine Mitschüler bloßzustellen und zu demütigen.
Synonyme für Wollust
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Wollust |
|---|---|
| Nominativ Plural | Wollüste |
| Genitiv Singular | Wollust |
| Genitiv Plural | Wollüste |
| Dativ Singular | Wollust |
| Dativ Plural | Wollüsten |
| Akkusativ Singular | Wollust |
| Akkusativ Plural | Wollüste |
Herkunft
Das Wort ist seit dem 11. Jahrhundert belegt. Das Wort stammt vom althochdeutschen willilust und wolalust ab. Es entstand im Mittelhochdeutschen und im Mittelniederdeutschen sodann wollust. Dabei handelt es sich um eine Zusammensetzung aus Lust und einer Vorform von wohl. Aus diesem Grunde wurde Wollust vom 16. bis ins 18. Jahrhundert auch als Wohllust geschrieben. Am Anfang seiner Entstehungsgeschichte hatte das in Legendendichtung und mystischer Literatur gehäuft vorkommende Wort noch nicht die eher anrüchige und pejorative Bedeutung im Sinne von ‚Laster‘ und ‚Ausschweifung‘, die erst im Frühneuhochdeutschen entstand, sondern wurde als Bezeichnung für ‚Lustgefühl‘ und ‚etwas, das Freude bereitet‘ benutzt.
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Reime auf Wollust
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