Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

der Wind

Substantiv, maskulin[vɪnt]WindTop 2.000 Grundwortschatz
Kurz erklärt

Wind (Substantiv) bedeutet: (Meteorologie) eine gerichtete Luftbewegung in der Atmosphäre. Häufige Synonyme sind Luftstrom, Luftströmung, Luftbewegung.

Bedeutung als Substantiv (der)

  1. (Meteorologie) eine gerichtete Luftbewegung in der Atmosphäre
  2. (Biologie) Abgang einer Blähung aus dem Darm durch den After nach außen
  3. (Musik) die durch ein Gebläse den Orgelpfeifen zugeführte Luft
  4. (Hüttenwesen) die (zum Beispiel bei der Eisengewinnung im Hochofen) mit Sauerstoff angereicherte Luft
  5. (Astrophysik) der Sonnenwind/Sternwind = Teilchenstrom, der von der Sonne ausgeht
  6. Windbäckerei

Beispielsätze

  • Winde wehn / Schiffe gehn / Weit in ferne Land'
  • „Der Gleitschirmflieger spielt mit den technischen Möglichkeiten seines Fluggeräts und mit seinen Fertigkeiten: Er zieht den Schirm auf, lässt den Wind in die Kammern greifen und sie aufblähen, […] Er spielt mit den Leinen, den Bremsen, den Kräften des Windes in seinem Gleitschirm.“
  • „Würde eine Raumsonde zur Erde gleiten, um nach Lebewesen zu suchen, wären die ersten konkreten Lebenszeichen in einer Höhe von etwa 20 km zu finden, und zwar Mikroben, Sporen und Pollenkörner, die vom Wind dorthin befördert wurden.“
  • „Der Wind hier weht grundsätzlich von vorn.“
  • Am Wind segeln.
  • „Der Wind blies mit Sturmstärke landwärts.“

Bedeutung als Substantiv (das)

  1. Geografie: Ortschaft der Gemeinde Pommersfelden

Beispielsätze

  • Das kleine Wind hat gerade einmal 58 Einwohner.
  • In Wind steht ein Haus zu verkaufen.

Synonyme für Wind

LuftstromLuftströmungLuftbewegungLuftdruckausgleichDarmwind; umgangssprachlich: Pup, Pups; vulgär: Furz, Schas (österreichisch)Windbäckerei

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Deklination

Nominativ SingularWind
Nominativ PluralWinde
Genitiv SingularWindes
Genitiv Singular*Winds
Genitiv PluralWinde
Dativ SingularWind
Dativ Singular*Winde
Dativ PluralWinden
Akkusativ SingularWind
Akkusativ PluralWinde

Wortfeld

Oberbegriffe

Luftströmung

Unterbegriffe

Bö, Brise, Lüftchen, Mallung, Orkan, Sturm, ZugBise, Nordwind, Nordostwind, Nordwestwind, Ostwind, Passatwind, Südostwind, Südwestwind, Südwind, WestwindAbwind, Aufwind, Bergwind, Bodenwind, Fahrwind, Fahrtwind, Fallwind, Föhnwind, Gegenwind, Gradientwind, Hangwind, Höhenwind, Landwind, Meereswind, Ostseewind, Polarwind, Regenwind, Rückenwind, Scherwind, Schwachwind, Seewind, Seitenwind, Starkwind, Steppenwind, Sturmwind, Talwind, Wirbelwind, WüstenwindAbendwind, Frühlingswind, Herbstwind, Morgenwind, Nachmittagswind, Nachtwind, Sommerwind, WinterwindJanuarwind, Februarwind, Märzwind, Aprilwind, Maiwind, Juniwind, Juliwind, Augustwind, Septemberwind, Oktoberwind, Novemberwind, DezemberwindChamsin/Kamsin, Harmattan

Redewendungen und typische Verbindungen

  • bei Wind und Wetter
  • von etwas Wind bekommen
  • Wind machen
  • durch den Wind sein
  • sein Fähnlein/Fähnchen, sein Mäntelchen nach dem Wind hängen
  • Wind bläst, weht; schwacher, mäßiger, frischer, auffrischender, starker, steifer, stürmischer, böiger; auflandiger, ablandiger Wind; geostrophischer, katabatischer Wind
  • ein Wind sitzt fest, entweicht

Herkunft

althochdeutsch wint, altsächsisch wind, altenglisch wind, altnordisch vindr, gotisch winds < germanisch *wenda- m. „Wind“. Zugrunde liegt indogermanisch *hwent- „Wind“, vgl. lat. ventus, altpreußisch wins „Luft, Wetter“, tocharisch A want, wänt f., hethitisch huwant- „Wind“. Das Wort bedeutet „der Wehende“ und ist Partizip zu idg. *hwē- „wehen“. Es ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.