Waise
Waise (Substantiv) bedeutet: minderjährige Person, die beide Eltern oder eines der Elternteile (durch Tod) verloren hat. Häufige Synonyme sind Waisenkind.
Bedeutung
- minderjährige Person, die beide Eltern oder eines der Elternteile (durch Tod) verloren hat
- (Verslehre) keinen Reim aufweisende Verszeile innerhalb einer gereimten Strophe
Beispielsätze
- „Sie waren mir, dem Waisen, Vater und Mutter, sie waren mir, dem Geschwisterlosen, Bruder und Schwester.“
- „ schildert sich in seinem Roman in der Gestalt des klumpfüßigen Waisen Philip Carey.“
- „Die Geschichte von dem Waisen Bo Vilhelm Olsson aus der Upplandsgatan, der als Prinz Mio im ‚Land der Ferne‘ bei seinem Vater, dem König, aufwacht und dort die ihm seit Jahrtausenden zugedachte Aufgabe erfüllt, indem er den bösen Ritter Kato besiegt, kann man getrost neben ‚Selfish Giant‘ stellen.“
- „Ich bin eine Waise, für mich sorgt keiner.“
- „Ich hab bloß noch Onkel, Tante und Oma, und die sind sich klar darüber, daß ich geschont werden muß, weil ich eine Waise bin.“
- „Independence arbeitete mit einem jungen Mädchen, einer Waise, zusammen, die gerade auf dem kleinen Parafinofen Wasser heiß machte.“
Synonyme für Waise
Deklination
| Nominativ Singular 1 | Waise |
|---|---|
| Nominativ Singular 2 | Waise |
| Nominativ Plural | Waisen |
| Genitiv Singular 1 | Waise |
| Genitiv Singular 2 | Waisen |
| Genitiv Plural | Waisen |
| Dativ Singular 1 | Waise |
| Dativ Singular 2 | Waisen |
| Dativ Plural | Waisen |
| Akkusativ Singular 1 | Waise |
| Akkusativ Singular 2 | Waisen |
| Akkusativ Plural | Waisen |
Wortfeld
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- im Nominativ: Waise sein, werden
- im Dativ: zur Waise machen, werden
Herkunft
Das Wort geht zurück auf das seit dem 9. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche ' , dessen mittelhochdeutsche Form ' / (vergleiche mittelniederdeutsches , mittelniederländisches , altfriesisches / / , niederländisches ') lautete. Die weitere Herkunft ist unklar. Es wird zumeist mit althochdeutschem ' ‚meiden, vermeiden‘ (seit dem 9. Jahrhundert; vergleiche ' um 800), ‚trennen, ab-, aus-, ein-, zerteilen‘ zu der unter Witwe dargestellten indoeuropäischen Ausgangsform *u̯eidh-, *u̯idh- ‚trennen‘ gestellt.
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Reime auf Waise
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