Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Vernunft

Substantiv, feminin[fɛɐ̯ˈnʊnft]Ver · nunftTop 5.000 · Alltagswortschatz
Kurz erklärt

Vernunft (Substantiv) bedeutet: Fähigkeit des menschlichen Denkens; geistiges Vermögen des Menschen, mit seinem Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfasster Sachverhalte universelle Zusammenhänge der Wirklichkeit durch Schlussfolgerung herstellen zu können, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln. Häufige Synonyme sind Geist, Verstand, Logik.

Bedeutung

  1. Fähigkeit des menschlichen Denkens; geistiges Vermögen des Menschen, mit seinem Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfasster Sachverhalte universelle Zusammenhänge der Wirklichkeit durch Schlussfolgerung herstellen zu können, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln

Beispielsätze

  • Nur der Mensch ist zur Vernunft fähig.
  • Die Vernunft ist das oberste Erkenntnisvermögen, das den Verstand kontrolliert und diesem Grenzen setzt bzw. dessen Beschränkungen erkennt.
  • „Wo die moralische Verdächtigung zu herrschen beginnt, hat die Vernunft keine Chance.
  • Nimm doch Vernunft an!
  • „In ihrer Aufgabe, die Vernunft praktisch werden zu lassen, beruht die Politik für Leibniz nicht auf einem Interessenausgleich, sondern ihr Ziel ist die Durchsetzung einer als richtig und wahr erkannten Ordnung durch den Staat.“
  • „Jetzt aber erwies sich die klare Vernunft der Familie Binnet für mich als ein Segen.“

Synonyme für Vernunft

Alle Synonyme und Bedeutungsnuancen →

Gegenteil

Deklination

Nominativ SingularVernunft
Genitiv SingularVernunft
Dativ SingularVernunft
Akkusativ SingularVernunft

Wortfeld

Oberbegriffe

Geist, Vermögen

Unterbegriffe

praktische Vernunft, theoretische Vernunft, Weltvernunft

Redewendungen und typische Verbindungen

  • auf die Stimme der Vernunft hören -
  • praktische Vernunft -
  • zur Vernunft kommen -
  • zur Vernunft walten lassen
  • jemanden zur Vernunft bringen, jemandem Vernunft beibringen, Vernunft annehmen, wieder zur Vernunft kommen; menschliche, reine, praktische Vernunft, wider die/jede Vernunft

Herkunft

In alter Zeit gab es „fernumft“ und „fernust“, beide aus „ferniman“ abgeleitet. Im Althochdeutschen ist die Form „vernunst“ üblicher als „vernumft“. Im Mittelhochdeutschen im 14. Jahrh. beginnt die Form „vernunft“ sich auszubreiten, neben Varianten („vornumst“, „vornumpst“, „vornuft“). In Glossarien findet man auch „vornust“, „vornufft“, „vornonft“, „vernofft“, „vernunfft“, aber erst ab nhd. ausschließlich „vernunft“.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.