der Geist
Geist (Substantiv) bedeutet: das Denken als Bestandteil der Individualität. Häufige Synonyme sind Witz, Einstellung, Verstand.
Bedeutung
- das Denken als Bestandteil der Individualität
- das Denken unter Einschluss des Fühlens
- das Denken im Gegensatz zum Gefühlsleben (Seele)
- die hinter einer Handlung oder einem Werk stehende Grundidee
- göttliches Wesen, übernatürliches Wesen
- auf Erden wandelnde Seele eines Toten
- alkoholhaltiges Getränk
Beispielsätze
- Der menschliche Geist kann manche Dinge einfach nicht erfassen.
- „Er war ein Freigeist wie sie, doch in größter Heimlichkeit, denn in Salerno hatte niemand Geist; so lebte er mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter als guter Christ und fügte sich allen Vorurteilen seiner Landsleute.“
- „Früher war viel Geist von beiden Seiten verschwendet worden, der zu keinem Resultat geführt hatte.“
- „Aber auch der Geist ist stark und kann, wenn man will, wiederbelebt werden.“
- „Es ist wohl möglich, daß später einmal irgendein besonderer Geist sich findet, der meine anscheinend phantastischen Berichte als nüchterne Selbstverständlichkeiten zu erklären vermag – ein klarer und scharfer Geist, weniger exaltiert als ich, der in den Umständen, die ich mit bebender Scheu enthülle, nichts weiter sieht als die einfache Folge ganz natürlicher Ursachen und Wirkungen.“
- Wir sind hier im Geiste der Versöhnung zusammengekommen.
Synonyme für Geist
Gegenteil
Deklination
| Nominativ Singular | Geist |
|---|---|
| Nominativ Plural 1 | Geister |
| Nominativ Plural 2 | Geiste |
| Genitiv Singular | Geistes |
| Genitiv Singular* | Geists |
| Genitiv Plural 1 | Geister |
| Genitiv Plural 2 | Geiste |
| Dativ Singular | Geist |
| Dativ Singular* | Geiste |
| Dativ Plural 1 | Geistern |
| Dativ Plural 2 | Geisten |
| Akkusativ Singular | Geist |
| Akkusativ Plural 1 | Geister |
| Akkusativ Plural 2 | Geiste |
Wortfeld
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Redewendungen und typische Verbindungen
- da scheiden sich die Geister
- den Geist aufgeben
- der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach
- jemandem auf den Geist gehen
- da zeigt sich, wes Geistes Kind du bist
Herkunft
von der indogermanischen Wurzel *gheis- mit der Bedeutung „erschaudern, aufgebracht sein, er- oder aufgeregt sein“, im weiteren auch: „erschreckt, ergriffen, entsetzt sein, sich fürchten“; ursprünglich wohl zur Bezeichnung der besonderen, oft intensiven und ggf. dann auch länger andauernden, heute als gefühlsmäßig bezeichneter Mitreaktionen bei (insbesondere Angst-)Träumen, Visionen, „Gesichten“ oder anderen Trancephänomenen, vgl. die Standardformel bei der Schilderung von Engelserscheinungen im Neuen Testament: Fürchte dich nicht!. Im Laufe der Zeit Verschiebung der Bedeutung auf das Wahrgenommene selbst, das – wie heute gesagt werden kann – „geistig“ Erlebte, „das Geistige“ bei diesem Erleben beziehungsweise die geistige „Erscheinung“ selbst, mit im weiteren Ausweitung der Wortbedeutung auch noch darauf, wie diese psychologischen Phänomene (Erscheinungen) auf naturnaher Grundlage bereits in prähistorischer Zeit aufgefasst wurden: als Weiterleben real Verstorbener als „Schatten“ (schattenhaft Erinnerte) oder „geistig vorgestellte Wesen“ beziehungsweise kurz Geister in einer Unter- oder anderen, ebenfalls geistig vorgestellten „Welt“ usw.; s. Julian Jaynes Die Entstehung des Bewusstseins….
Aussprache üben
Hör dir das Wort an, sprich es nach und lass den Browser prüfen, ob es erkannt wird. Die Spracherkennung läuft lokal auf deinem Gerät, es wird nichts hochgeladen.
Reime auf Geist
Wie häufig ist „Geist“?
Rang 1.417 von 29.873 Wörtern im Korpus, Zipf-Wert 4,66. Damit gehört es zum Grundwortschatz, den jede Deutschlernende und jeder Deutschlernende als Erstes braucht. Teste, wie groß dein eigener Wortschatz ist.