Bedeutung, Aussprache, Synonyme, Beispiele

die Partei

Substantiv, feminin[paʁˈtaɪ̯]Par · teiTop 500 der häufigsten Wörter
Kurz erklärt

Partei (Substantiv) bedeutet: (allgemein) Gruppe von Personen, die dasselbe Ziel erreichen wollen.

Bedeutung

  1. (allgemein) Gruppe von Personen, die dasselbe Ziel erreichen wollen
  2. (Justiz) eine der beiden Seiten in einem Prozess, Kläger oder Beklagter
  3. (Politik) dauerhafter Zusammenschluss von Personen, um gemeinsame politische Interessen verwirklichen zu können
  4. (kein Plural) oftmals Bezeichnung für die alleinherrschende Partei in einem totalitär regierten Staat (beispielsweise für die SED in der DDR oder die NSDAP im Nationalsozialismus)
  5. (Recht) Person, die einen Vertrag geschlossen hat
  6. Mieter in einem Mietshaus

Beispielsätze

  • Bei einem Streit gibt es zumeist zwei Parteien, die verschiedene Ziele verfolgen.
  • Nachdem eine Partei Einspruch eingelegt hatte, wurde das Verfahren vorerst eingestellt.
  • Die Bundestagswahl entscheidet, welche Parteien in den Bundestag einziehen dürfen.
  • „Pünktlich zur Bundestagswahl nehmen die Parteien die Probleme auf dem Wohnungsmarkt ins Visier.“
  • „Die Partei verliert zur Zeit in den Umfragen deutlich.“
  • „Nicht, wer die Menschheit, wer die Partei oder sonst eine Abstraktion, nicht, wer allein die Madonna oder ein anderes Numinosum liebt, ist kultiviert, sondern wer erst einmal einen Menschen lieben kann, durch alle Spannungen ambivalenter Erlebnisse hindurch, die er mit ihm haben wird.“

Gegenteil

Deklination

Nominativ SingularPartei
Nominativ PluralParteien
Genitiv SingularPartei
Genitiv PluralParteien
Dativ SingularPartei
Dativ PluralParteien
Akkusativ SingularPartei
Akkusativ PluralParteien

Wortfeld

Unterbegriffe

Kampfpartei, Konfliktpartei, KriegsparteiStreitpartei, VertragsparteiAmpelpartei, Arbeiterpartei, Bauernpartei, Blockpartei, Bruderpartei, Bundespartei, C-Partei, Einheitspartei, Flüchtlingspartei, Fortschrittspartei, Frauenpartei, Freiheitspartei, Heimatpartei, Kanzlerpartei, Kartellpartei, Kleinpartei, Kleinstpartei, Klientelpartei, Koalitionspartei, Kremlpartei, Landespartei, Linkspartei, Mauerschützenpartei, Mittepartei, Oppositionspartei, Parlamentspartei, Piratenpartei, Randpartei, Rechtspartei, Regierungspartei, Schwesterpartei, (SED-)Nachfolgepartei, Rechts-außen-Partei, Separatistenpartei, Spaßpartei, Splitterpartei, Staatspartei, Unabhängigkeitspartei, Unionspartei, Verbotspartei, Volkspartei, Wagenknecht-Partei, Zentrumspartei; (meist) scherzhaft: Drei-Prozent-Partei, Fast-Drei-Prozent-Partei, Zwei-Prozent-ParteiTarifpartei, VertragsparteiMietpartei (Mietspartei)

Redewendungen und typische Verbindungen

  • für jemanden Partei ergreifen, nehmen (auch: jemandes Partei nehmen) – zu jemandem halten, jemandes Standpunkt unterstützen
  • gegen jemanden Partei ergreifen – jemandem widersprechen
  • die eigene/gegnerische Partei
  • eine bürgerliche, faschistische, kommunistische, konservative, liberale, soziale, sozialistische Partei; eine Partei gründen; einer Partei beitreten, in eine Partei eintreten; eine Partei verlassen, aus einer Partei austreten; eine Partei unterstützen; einer Partei vorstehen (= Vorsitzender einer Partei sein); sich zu einer Partei bekennen (= seine Mitgliedschaft in einer Partei publik machen)

Herkunft

von mittelhochdeutsch ' „Abteilung, Gruppierung, Personengruppe“, mittelniederdeutsch / „Personenverband, Parteiung, einseitige Parteinahme, Prozesspartei“, entlehnt aus altfranzösisch ' „(An)Teil, Gegner, Gebiet, Heiratsmöglichkeit, Rechtshandel, Richtung, Seite, Trennung, Verteilung“ letztendlich von lateinisch ' (Akkusativ ') „Teil“.

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Quellen: Bedeutungen, Lautschrift, Beispiele und Flexion nach Wiktionary (CC BY-SA 3.0, bearbeitet), Synonyme nach OpenThesaurus (LGPL), Häufigkeit nach wordfreq. Aussprache über die Sprachausgabe deines Geräts. Fehler melden über die Kontaktseite.